Politik

"Er will, dass wir uns fürchten" Clinton führt Frontalangriff gegen Trump

In ihrer Rede beim Parteitag der Demokraten fährt Hillary Clinton schwere Geschütze gegen ihren Rivalen Donald Trump auf. Seine Politik seien leere Versprechungen und seine Strategie sei es, die Amerikaner zu spalten.

Hillary Clinton hat ihre Parteitagsrede in Philadelphia zu einem Frontalangriff auf ihren Gegenkandidaten Donald Trump genutzt. "Donald Trump bietet keinen echten Wandel. Er bietet leere Versprechungen", rief Clinton den mehr als 4700 Delegierten des Parteitages zu. Trump behaupte, er wisse mehr über die Terroristen des sogenannten Islamischen Staates als die Generäle der Armee. "Nein Donald, das tust du nicht!", sagte Clinton. Trump könne nicht einmal die Herausforderungen eines Wahlkampfes meistern. Geschweige denn die einer Präsidentschaft.

Clinton warf ihrem Rivalen vor, das Land durch Angstmacherei spalten zu wollen. "Er will, dass wir die Zukunft fürchten und einander fürchten", sagte Clinton in einer Rede beim Parteitag der Demokraten in Philadelphia. Trump wolle die USA "vom Rest der Welt abspalten und uns voneinander".

Die USA hätten mit Bedrohungen und Turbulenzen im In- und Ausland zu kämpfen, sagte die frühere Außenministerin in der Nacht zum Freitag auf dem Parteitag der Demokraten in Philadelphia. "Es ist keine Überraschung, dass die Menschen besorgt sind und Sicherheit und eine stabile Führung erwarten." Eine ihrer wichtigsten Aufgaben sei es, den Bürgern mehr Chancen zu geben und sich für gut bezahlte Arbeit einzusetzen.

Clinton thematisierte die Gemeinsamkeiten und den Zusammenhalt der Amerikaner. "Glaubt niemandem, der Euch sagt, er könne alles alleine lösen", sagte sie in Anspielung auf ihren Gegenspieler. "Eure Anliegen sind unsere Anliegen", sagte die in einen weißen Hosenanzug gekleidete Kandidatin.

In der Rede nahm sie ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin förmlich an. Sie übernehme diese Aufgabe "mit Demut, Entschlossenheit und grenzenlosem Vertrauen in das amerikanische Versprechen", sagte die 68-Jährige.

Clinton war zwei Tage zuvor per Parteitagsvotum zur Präsidentschaftskandidatin gekürt worden. Sie ist die erste Frau in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die für eine der großen Parteien für das Rennen um das Weiße Haus nominiert ist und somit realistische Chancen auf das Präsidentenamt hat.

Die jüngsten Umfragen sagen ein enges Rennen gegen Trump voraus, der in der vergangenen Woche von einem Parteitag der Republikaner als Präsidentschaftskandidat nominiert worden war.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP/rts/dpa