Politik

Erweiterung des Hoheitsgebietes Dänemark beansprucht Nordpol für sich

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Nicht nur schön, sondern auch wertvoll: Die Arktis hat zahlreiche Bodenschätze zu bieten.

(Foto: dpa)

Mit einem Antrag bei den Vereinten Nationen will die dänische Regierung ihre Staatsgrenze bis in die Arktis ausweiten. Doch auch andere Anrainerstaaten kämpfen um die reichhaltigen Bodenschätze am Nordpol.

Dänemark erhebt Anspruch auf den Nordpol. Die Forderung, die den Vereinten Nationen in New York vorgelegt werden soll, betrifft ein Gebiet von knapp 900.000 Quadratkilometern. Dieses befinde sich 200 Seemeilen von Grönlands Küste entfernt, sagte der dänische Außenminister Martin Lidegaard.

Auf Gebiete, die über diese 200 Meilen hinausgehen, darf ein Staat ohne Sondergenehmigung keinen Herrschaftsanspruch erheben. Dänemark beruft sich bei seinem Antrag auf wissenschaftliche Daten. "Das Ziel dieses großen Projekts ist es, die äußeren Grenzen unseres Kontinentalsockels - und damit letztlich des Königreichs - festzulegen", sagte Lidegaard.

In einer Regierungsmitteilung wird der Antrag als "historischer und wichtiger Meilenstein für das Königreich Dänemark" bezeichnet. Problematisch bei dem Anspruch Dänemarks auf das Gebiet sind mögliche Überlappungen mit den Hoheitsgebieten Russlands, Kanadas und der Vereinigten Staaten.

Diskussionen mit anderen Staaten will die dänische Regierung mit bilateralen Abkommen zuvorkommen. Mögliche Verhandlungen sollen im Falle des Falles im Einklang mit dem internationalen Seerecht geklärt werden, so die Regierung. Die teilautonome Polarinsel Grönland gehört zum dänischen Königreich. Die Anrainerstaaten Russland und Kanada beanspruchen die Arktis ebenfalls wegen der dort vermuteten Bodenschätze für sich.

Quelle: ntv.de, lsc/dpa

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