Politik

Probleme beim Eurofighter Der Bundeswehr fehlen die Raketen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Das Milliardenprojekt Eurofighter hatte in der Vergangenheit technische Probleme bereitet. Nun gibt das Bundesverteidigungsministerium ein weiteres Problem zu. Die Opposition spricht von einem dilettantischen Vorgehen.

Der Bundeswehr mangelt es einem Bericht zufolge an Mittelstrecken-Raketen für ihre Eurofighter-Kampfflugzeuge. Die Luftwaffe verfüge über 82 radargelenkte Raketen vom Typ Amraam, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine Anfrage der Linken beim Bundesverteidigungsministerium. Jeder der 109 Kampfjets müsse im Ernstfall aber mit zwei Amraam-Raketen bestückt werden.

"Die Zahl der Lenkflugkörper reicht nicht mal aus, um jeden flugfähigen Eurofighter damit auszustatten", monierte der Linken-Verteidigungsexperte Michael Leutert. Auch die Grünen reagierten mit Unverständnis. "Den Eurofighter für Milliarden Steuergeld zu kaufen, ohne genügend Munition zu beschaffen, ist dilettantisch", sagte der Grünen-Abgeordnete Tobias Lindner.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums verwies darauf, dass die Amraam-Raketen ab 2016 durch die neue Rakete Meteor ersetzt werden sollen. Bis dahin sei die Bundeswehr im Ernstfall auf Hilfe angewiesen. "Sollten vor der Ablösung im Konfliktfall zusätzliche Flugkörper Amraam benötigt werden, könnte sich die Bundeswehr jederzeit auf Bestände von Partnernationen abstützen", sagte der Ministeriumssprecher der "BamS".

Der Eurofighter wurde für die Bundeswehr sowie die Streitkräfte weiterer europäischer Staaten entwickelt. Das Milliardenprojekt Eurofighter hatte in der Vergangenheit wiederholt technische Probleme bereitet.

Quelle: ntv.de, wne/AFP