Politik

Von der Leyen setzt neues Ziel Die Bundeswehr soll weiblicher werden

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(Foto: picture alliance / dpa)

Elf Prozent der Truppe ist derzeit weiblich. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will diesen Wert verbessern und ruft ein neues Ziel aus: "Auf mittlere Sicht" soll der Frauenanteil auf 20 Prozent steigen.

Der Frauenanteil bei der Bundeswehr soll nach dem Willen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf 20 Prozent klettern und sich damit nahezu verdoppeln. "Die Franzosen haben in den Streitkräften einen Frauenanteil von 20 Prozent. Auf mittlere Sicht sollten wir das auch schaffen", sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag". Derzeit machten Frauen elf Prozent der Truppe aus, was ein Fortschritt sei. Mitte April sprach die Bundeswehr von knapp 19.000 Soldatinnen.

Der Trend zeigt nach den Worten der Ministerin weiter nach oben. "Beim freiwilligen Wehrdienst, der für viele der Einstieg ist, haben wir von Anfang 2013 bis heute die Zahl der Frauen nahezu verdoppelt. Bei den jungen Offizieren, also denen, die sich für eine Karriere bei der Bundeswehr entscheiden, ist der Frauenanteil sogar auf 23 Prozent gestiegen." Es gehe also in die richtige Richtung.

Das bisher ausgegebene Ziel der Ministerin war 15 Prozent Frauenanteil. Seit 2001 stehen Frauen alle militärischen Laufbahnen bei der Bundeswehr offen, vorher waren es nur einzelne Tätigkeiten wie der Sanitätsdienst.

Leyen wirbt für Geheimdienstkooperation

Von der Leyen verteidigte in der "Bild am Sonntag" auch die Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten. Diese habe "schon vielen deutschen Soldaten das Leben gerettet", sagte sie. "Bei allen notwendigen Diskussionen mit den Amerikanern sollten wir das nie vergessen. Die USA haben uns in Afghanistan und anderswo immer wieder vor Anschlägen gewarnt und tun das immer noch."

In der Affäre um mutmaßliche Spähaktivitäten des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Auftrag der USA mahnte von der Leyen an, die gegenseitige Verlässlichkeit nicht zu verspielen: "Sich aufeinander verlassen zu können, ist kostbar und darf bei allen notwendigen Debatten nicht verloren gehen. Am gegenseitigen Vertrauen müssen beide Seiten Tag für Tag arbeiten."

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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