Politik

Kampf gegen den IS Erdogan weist Vorwürfe zurück

Die Türkei muss viel Kritik einstecken, wenn es um den Kampf gegen den "Islamischen Staat" in Syrien und im Irak geht. Und dann wird der Türkei auch noch Handel mit den Terroristen nachgesagt. Der türkische Staatspräsident erklärt jetzt sein Handeln.

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Die Türkei könne nicht handeln, solange Türken vom IS im Irak als Geiseln gehalten werden.

(Foto: REUTERS)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat Vorwürfe über ein mangelndes Engagement seines Landes im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückgewiesen. "Die Türkei ist gegen jede Form von Terrorismus und Terrororganisationen", sagte Erdoğan bei einer im Fernsehen übertragenen Veranstaltung.

Erdoğan verwies aber auf die beschränkten Handlungsmöglichkeiten des Landes, da die Terrormiliz im Nordirak seit Juni 49 türkische Geiseln in ihrer Gewalt hat. "Das Leben der 49 Geiseln in Mossul ist, was wichtig für uns ist." Der türkische Staatspräsident übte scharfe Kritik an internationalen Medienberichten, die die Motivation der Türkei im Kampf gegen IS infrage stellten. "Die Türkei als ein Land darzustellen, das Terrorismus unterstützt, ist unbedacht", sagte Erdoğan. Es sei "nicht wahr", dass die Türkei Öl von IS kaufe, der Terrormiliz Waffen liefere oder verwundete IS-Kämpfer behandele.

Das "Wall Street Journal" hatte vor wenigen Tagen kritisiert, dass die Türkei nicht nur eine Beteiligung an Militäroperationen, sondern auch die Nutzung der Basis Incirlik für US-Luftangriffe ausschließe. Die Türkei sei zwar Nato-Mitglied, verhalte sich aber nicht wie ein Verbündeter der USA.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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