Politik

Stimmengewinne mit rechten Parolen FPÖ legt deutlich zu

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Marion Kunasek ist Spitzenkandidat der FPÖ in der Steiermark, wo die Rechten 27,1 Prozent holten.

(Foto: imago/Eibner Europa)

In Österreich fährt die rechte FPÖ bei zwei Landtagswahlen hervorragende Ergebnisse ein. Besonders in der Steiermark warb die Partei massiv mit ausländerfeindlichen Parolen.

Bei zwei Landtagswahlen in Österreich hat die rechte Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) mit einer ausländerfeindlichen Kampagne teils spektakuläre Gewinne eingefahren. In der Steiermark kann sie laut vorläufigem amtlichen Endergebnis ihren Stimmenanteil um 16,5 Prozentpunkte auf 27,1 Prozent steigern. Sie liegt damit nur knapp hinter sozialdemokratischer SPÖ (29,2 Prozent) und konservativer ÖVP (28,5 Prozent). Auch im Burgenland legte die FPÖ deutlich zu.

Speziell in der Steiermark hatte die FPÖ mit Slogans wie "Fremd im eigenen Land" und "Neue Wohnungen statt neue Moscheen" um Stimmen geworben. Die in Graz bisher regierende rot-schwarze Koalition hatte darauf gesetzt, dass ihr Reformkurs bei den Wählern verfängt. Stattdessen verbuchten beide Volksparteien laut vorläufigem Endergebnis Verluste um die neun Prozentpunkte. Im Ergebnis werden die Briefwähler noch nicht berücksichtigt. Deutliche Verschiebungen gelten aber als unwahrscheinlich.

Die beiden Landtagswahlen waren erster Höhepunkt eines Super-Wahljahrs in Österreich. Bis zum Herbst folgen noch zwei weitere Landtagswahlen unter anderem in Wien. Die Urnengänge sind auch der bisher umfassendste Stimmungstest für die seit 18 Monaten amtierende rot-schwarze Bundesregierung.

Quelle: n-tv.de, ahe/dpa