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"Den blauen Wegweisern folgen" FPÖ will neue Koalition mit Ex-Kanzler Kurz

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Ex-Innenminister Kickl und Ex-Kanzler Kurz stehen Seite an Seite. Wenn es nach Kickl geht, soll das bald wieder so sein.

(Foto: imago/SKATA)

Bis zu den Neuwahlen im September wird Österreich von einer Übergangsregierung geführt. Die beiden ehemaligen Koalitionspartner ÖVP und FPÖ rühren bereits die Wahlkampftrommeln. Dabei können sich die Rechtspopulisten eine erneute Zusammenarbeit mit Ex-Kanzler Kurz vorstellen.

Inmitten der Regierungskrise in Österreich hat der ehemaligen Koalitionspartner FPÖ bekundet, gerne wieder zusammen mit Ex-Kanzler Sebastian Kurz und dessen Partei ÖVP zu regieren. Dazu riet der ehemalige Innenminister und FPÖ-Politiker Herbert Kickl in einem Facebook-Post, den er an Kurz richtete. "Wenn Sie Angst vor Rot-Blau haben, kann Ihnen geholfen werden. Wir gehen einfach den populären gemeinsamen Reformweg, den Sie vor kurzem auf Druck der alten ÖVP verlassen haben, nach der Wahl weiter. Das würde sich doch auch die Mehrheit der Bevölkerung wünschen", schrieb Kickl.

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Bis zu den Neuwahlen im September und den anschließenden Verhandlungen für eine neue Koalition wird Österreich von einer Übergangsregierung geführt. Der Wahlkampf der Kurz-Partei ÖVP läuft bereits. Mit dem Slogan "Unser Weg hat erst begonnen. Rot-Blau hat bestimmt. Das Volk wird entscheiden" spielt die Volkspartei auf das Bündnis von SPÖ und FPÖ an, deren Mehrheit das Misstrauensvotum gegen Kanzler Kurz erst möglich machte.

Den Slogan griff auch Kickl in seinem Post auf. "Sie selbst entscheiden, ob Ihr Weg erst begonnen hat oder doch schon zu Ende ist. Die grünen und pinkfarbigen Markierungen führen Sie auf den Holzweg, direkt in die Sackgasse", schrieb Kickl mit Verweis auf mögliche Koalitionsparter Die Grünen und Neos. Der ehemalige Innenminister riet Kurz daher, besser weiterhin den blauen Wegweisern zu folgen.

Kickl will zurück ins Innnenministerium

Nicht ganz uneigennützig verwies Kickl dazu auf die Erfolge der ehemaligen Koalitionspartner und brachte sich erneut für das Amt des Innenministers ins Spiel. "Ich persönlich hätte im Innenministerium noch viel Positives zu erledigen. Auch das wäre im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung.

Auslöser der Krise in Österreich war die Veröffentlichung des Skandal-Videos von Ibiza. Auf dem Video, heimlich aufgenommen im Sommer 2017, ist der spätere Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Gespräch über mögliche politische Einflussnahme mit einer Vermeintlichen russischen Investorin zu sehen. Strache trat zurück, die gesamte Regierung zerbrach und eine Mehrheit von rechter FPÖ und sozialdemokratischer SPÖ drängte auch Kurz und alle seine Minister aus den Ämtern.

Quelle: n-tv.de, mba

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