Politik

"Kugel zwischen seinen Augen" Familien freuen sich auf "Jihadi Johns" Strafe

Der Mann, der in Syrien westliche Geiseln enthauptet hat, ist identifiziert. Für die Hinterbliebenen ist das ein erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit. Ihre Rachegelüste gegen den Briten Mohammed Emwazi können sie nicht verhehlen.

Nach der mutmaßlichen Enthüllung der Identität des IS-Kämpfers "Jihadi John" hofft die Familie des ermordeten US-Journalisten Steven Sotloff auf eine Verurteilung des Islamisten. Die Familie sei über die Identität des Mannes informiert worden und dies sei ein erster "Schritt auf einem langen Weg, ihn zur Rechenschaft zu ziehen", erklärte Barak Barfi, der Sprecher der Sotloffs.

Die Familie Sotloff glaube daran, dass der Mann festgenommen und vor Gericht gestellt werde, erklärte Barfi. Sie freue sich auf den Tag, an dem er für sein "Verbrechen bestraft wird". Auch die Tochter des vom IS ermordeten Briten David Haines äußerte sich. Dem Sender ITV News sagte sie, ihre Familie wäre "erleichtert" wenn Emwazi "eine Kugel zwischen seinen Augen" hätte.

Mehrere britische und US-Medien hatten den Mann, der mehrere westliche Geiseln enthauptet haben soll, als Mohammed Emwazi identifiziert. Der als IS-Henker bekannt gewordene Mann soll gebürtiger Kuwaiter und in London aufgewachsen sein. Offenbar reiste er 2012 nach Syrien.

Emwazi soll für die Ermordung der US-Journalisten Sotloff und James Foley sowie dreier Entwicklungshelfer aus Großbritannien und den USA verantwortlich sein. Auch in Videoaufnahmen mit zwei japanischen Geiseln war der vermummte Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeblich zu sehen.

Quelle: n-tv.de, nsc/AFP

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