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Aleppo ist über 4000 Jahre alt und beherbergt zahlreiche Kulturgüter. Nach über zwei Jahren Bürgerkrieg ist die zweitgrößte syrische Stadt weitgehend zerstört.
Aleppo ist über 4000 Jahre alt und beherbergt zahlreiche Kulturgüter. Nach über zwei Jahren Bürgerkrieg ist die zweitgrößte syrische Stadt weitgehend zerstört.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 09. Februar 2015

Gotteskrieger in der Defensive: IS zieht sich aus Region Aleppo zurück

Nach der Befreiung Kobanes aus den Händen des IS, scheint auch der Versuch der Terrormiliz gescheitert, die syrische Großstadt Aleppo zu erobern. Menschenrechtler und Aufständische berichten von Truppenverlagerungen.

Die radikale Miliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben syrischer Rebellen Kämpfer und Ausrüstung aus Gebieten am Rande der Großstadt Aleppo abgezogen. 

Es handle sich um eine taktische Maßnahme - nicht um einen vollständigen Abzug, sagte der Anführer einer Aufständischen-Gruppe. Es gebe aber auch Anzeichen, dass ein umfassender Rückzug im Gange sein könne. Er berief sich auf Kontaktpersonen aus Gebieten unweit von Aleppo, die vom IS gehalten werden.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, es seien Einheiten aus der Provinz Aleppo nach Osten verlagert worden, um dort IS-Mitglieder im Kampf gegen kurdische Truppen und Rebellen zu unterstützen.

Einwohner Aleppos sagten, sie hätten gesehen, wie ganze Wagenkolonnen des IS aus mehreren Dörfern Richtung Osten abgerückt seien. Einige Ortschaften seien de facto menschenleer. Das Gebiet nordöstlich von Aleppo markiert die westliche Grenze der Region, die der IS in Syrien und im benachbarten Irak seit vergangenem Jahr unter seine Kontrolle gebracht hat.

Im vergangenen Monat erfuhr die Miliz ihren ersten größeren Rückschlag in Syrien, als sie von kurdischen Kämpfern von der Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei zurückgedrängt wurde. Die Kurden wurden dabei von den USA und anderen Staaten unterstützt, die Luftangriffe auf die Islamisten flogen.    

Quelle: n-tv.de