Politik

Verdoppelung binnen zehn Jahren Immer mehr Rentner gehen arbeiten

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Manche Rentner freuen sich, nicht ganz aus dem Arbeitsleben zu verschwinden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit Erreichen der Rente haben viele Menschen in Deutschland das Erwerbsleben noch immer nicht hinter sich. Jeder zehnte Rentner verdient sich noch etwas dazu - eine deutliche Steigerung seit 2006. Oft ist der Zuverdienst höher als die Rente.

In Deutschland hat sich der Anteil der arbeitenden Ältere in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Jeder Neunte zwischen 65 und 74 Jahren war 2016 erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt waren es 942.000 der 8,3 Millionen Männer und Frauen in diesem Alter, was einem Anteil von elf Prozent entspricht. Vor zehn Jahren lag er mit fünf Prozent nicht einmal halb so hoch.

Besonders Männer gehen im Seniorenalter einer Beschäftigung nach: Ihr Anteil liegt bei 15 Prozent, bei Frauen der gleichen Altersgruppe bei 8 Prozent. 2006 betrugen diese Werte noch sieben beziehungsweise vier Prozent. Als erwerbstätig gilt, wer pro Woche mindestens eine Stunde gegen Bezahlung arbeitet.

Für rund 37 Prozent der älteren Erwerbstätigen ist die Tätigkeit die vorwiegende Quelle des Lebensunterhalts. Damit leben 346.000 Männer und Frauen im Rentenalter überwiegend vom eigenen Arbeitseinkommen. Für die Mehrheit (58 Prozent) ist dieses Einkommen aber ein Zuverdienst, da sie in erster Linie von ihrer Rente leben.

Jeweils drei Prozent bestreiten ihren Lebensunterhalt überwiegend aus Einkünften ihrer Angehörigen oder aus sonstigen Einkünften wie etwa Einkommen aus Vermietung oder Verpachtung. Seit 2012 wird die Grenze für die Regelaltersrente schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Ende 2016 galt eine Altersgrenze von 65 Jahren und fünf Monaten.

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Quelle: n-tv.de, shu/rts

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