Politik

Nach Angriff auf den Golanhöhen Iran droht Israel mit "Blitzschlag"

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Eine Übung des israelischen Militärs auf den Golanhöhen - seit Jahrzehnten ist das Gebiet umstritten.

(Foto: dpa)

Bei einem israelischen Luftangriff auf den Golanhöhen stirbt ein iranischer General - im Iran löst das Hasstiraden und Drohungen seitens der Revolutionsgarden aus. Israel erhöht seine Alarmbereitschaft und bringt eine Raketenabwehr in Stellung.

Nach dem tödlichen israelischen Angriff auf einen Offizier der iranischen Revolutionsgarden in Syrien hat der Iran Israel mit einem "verheerenden Blitzschlag" gedroht. "Die Zionisten (Israel) haben schon in der Vergangenheit unseren Zorn erlebt und müssen auch jetzt mit verheerenden Blitzschlägen rechnen", sagte der Kommandeur der Revolutionsgarden. Die Revolutionsgarden würden den Widerstand bis zum Zusammenbruch Israels fortsetzen. "Wir machen solange weiter, bis die Wurzeln der Korruption in der Region vernichtet sind", sagte Mohammed Ali Dschafari.

Grund für die erneuten Drohungen ist der Tod eines iranischen Soldaten durch einen israelischen Luftangriff. Nach iranischen und syrischen Angaben wurden bei dem Angriff der israelischen Luftwaffe am Sonntag ein iranischer General und mindestens sechs Kämpfer der schiitischen Hisbollah-Miliz getötet.

Nach dem Luftangriff hat Israels Militär seine Alarmbereitschaft für die Grenzen zum Libanon und nach Syrien erhöht. Das israelische Radio berichtete, nahe der Grenze zum Libanon sei das mobile Raketenabwehrsystem "Eisenkuppel" aufgestellt worden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief eine Sitzung seines Sicherheitskabinetts ein.

Israel und Syrien streiten sich seit fast fünf Jahrzehnten um die Golanhöhen. Im Sechstagekrieg 1967 hatte Israel das rund 1150 Quadratkilometer große syrische Plateau erobert und Ende 1981 annektiert. Im syrischen Bürgerkrieg ist der Golan immer wieder Ort blutiger Zusammenstöße verfeindeter Milizen.

Quelle: ntv.de, fma/dpa

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