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Raketenangriff vermutet Iran meldet Explosion auf Öltanker

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Die "Sabiti" soll nur geringe Schäden von der Explosion davongetragen haben.

(Foto: MarineTraffic.com)

Nach der Attacke auf zwei saudi-arabische Ölfabriken soll nun ein iranischer Öltanker Ziel eines Angriffs geworden sein. Die staatlichen Nachrichtenagenturen sprechen von einer Explosion. Der Betreiber dementiert ein Feuer an Bord des Schiff, gesteht aber ein, dass Öl in Meer laufe.

Im Roten Meer vor Saudi-Arabien ist es nach Angaben des iranischen Ölministeriums zu einer Explosion auf einem iranischen Öltanker gekommen. Dem Ministerium zufolge wurde das Schiff 60 Seemeilen (rund 110 Kilometer) von der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda entfernt von zwei Raketen getroffen. Es habe jedoch keine Verletzte gegeben und alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, so das Ministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

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Die Schäden seien gering und die Crew habe das Schiff wieder unter Kontrolle, hieß es. Experten untersuchen demnach jedoch weiterhin die Ursache der Explosion. Der Betreiber dementierte Medienberichte, wonach es an Bord des Tankers brenne. "Es gibt kein Feuer an Bord des Schiffes und das Schiff ist völlig stabil." Es laufe aber Öl aus. Zu dem angeblichen Raketenangriff gab das Ölministerium keine weiteren Details bekannt. In sozialen Medien kursierten Fotos eines Öltankers, von dem eine schwarze Rauchsäule aufsteigt.

Um welches Schiff es sich handelte, war zunächst unklar. Irna nannte den Öltanker in dem Bericht "Sabiti". Dem auf Schiffsverkehr spezialisierten Internetportal "Marine Traffic" zufolge befand die "Sabiti" sich zuletzt allerdings im iranischen Hafen von Bandar Abbas.

Seit Mitte August hat das Schiff keinen aktuellen Standort mehr mitgeteilt und das System dafür offenbar abgestellt. Zudem gab es Vermutungen, ob es sich um den unter iranischer Flagge fahrenden Öltanker "Sinopa" handeln könnte. Laut "Marine Traffic" war dieser zuletzt im Roten Meer vor der Küste Dschiddas in nordwestlicher Richtung unterwegs. Zum Zeitpunkt der Mitteilung des Ölministeriums hatte die "Sinopa" ebenfalls seit rund zehn Stunden keinen aktuellen Standort mehr geschickt.

Das Rote Meer, das Saudi-Arabien von Ägypten, dem Sudan und dem Horn von Afrika trennt, ist eine wichtige Schifffahrtsroute. Im Norden mündet der Suezkanal in das Meer, das im Süden vom Bab al-Mandab begrenzt wird. Diese Meeresstraße ist wie die Straße von Hormus ein wichtiges strategisches Nadelöhr für den internationalen Seehandel und den Öltransport aus dem Persischen Golf über das Arabische und das Rote Meer ins Mittelmeer.

Zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten schwelt seit Monaten ein Streit, allen voran mit den USA, der auch auf internationalen Schifffahrtswegen ausgetragen wird. Dabei kam es zu mehreren Zwischenfällen vor allem in der Straße von Hormus, die zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman liegt. Sie zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Fast ein Drittel des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Die USA machten den Iran für diverse Attacken auf Handelsschiffe in dem Seegebiet verantwortlich. Der Iran bestreitet das vehement.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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