Politik

Kandidatur für US-Präsidentschaft Jeb Bush wird konkret

Er tritt von Vorstandsposten zurück und kündigt Beraterverträge: US-Medien sehen darin gezielte Schritte von Jeb Bush, um seine Kandidatur für die Präsidentschaft vorzubereiten. Nur die offizielle Ankündigung fehlt noch.

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Jeb Bush hat sich bisher nicht offiziell zu einer Kandidatur bekannt.

(Foto: AP)

Der frühere Gouverneur des US-Staates Florida, Jeb Bush, trifft laut Medien konkrete Vorbereitungen für eine Bewerbung um das Präsidentenamt. Der 61-jährige Sohn und Bruder der ehemaligen US-Präsidenten George Bush und George W. Bush habe sämtliche Vorstandsposten niedergelegt und seine Beraterverträge gekündigt, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Bushs Mitarbeiter. Der Republikaner überlege zudem, sich aus seiner Consultingfirma Jeb Bush & Associates zurückzuziehen.

Seine Sprecherin Kristy Campbell sagte der Zeitung, die Aufgabe der geschäftlichen Tätigkeiten ermögliche es dem Politiker, sich auf "seine mögliche Kandidatur für das Präsidentenamt" zu konzentrieren. Mit den Schritten könnte Bush aber auch mögliche Interessenkonflikte vermeiden.

Kandidatur "aktiv nachgehen"

Bislang hat er seine Kandidatur für die Wahl 2016 noch nicht offiziell erklärt. Mitte Dezember sorgte allerdings seine noch etwas kryptische Ankündigung in den sozialen Netzwerken für Aufsehen, er wolle der Möglichkeit einer Kandidatur "aktiv nachgehen".

Bush müsste sich zuvor aber aller Voraussicht nach einer Vorwahl der Republikaner stellen. In der Partei werden Bush jedoch große Chancen eingeräumt, das Weiße Haus zu erobern, auch weil er wohl deutlich mehr Spenden mobilisieren könnte als andere. Allerdings gilt er rechten Tea-Party-Anhängern in einigen Punkten als zu gemäßigt.

Der demokratische Amtsinhaber Barack Obama darf nach seiner zweiten Amtszeit nicht wieder antreten. Sollte Jeb Bush Spitzenkandidat der Republikaner werden, käme es möglicherweise zu einem Duell zweier Polit-Dynastien. Denn auf Seiten der Demokraten denkt die Ex-Außenministerin und einstige First Lady Hillary Clinton über eine Bewerbung nach. Clinton hat bislang aber ebenfalls nur Andeutungen gemacht.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/AFP