Politik

Macron: Kein neuer Deal Johnson holt sich nächste Absage ab

Es war absehbar: Auch bei Frankreichs Präsident Macron erreicht der britische Premier Johnson keine neuen Zusagen beim Thema EU-Austrittsabkommen. Das hindert den Brexiteer allerdings nicht daran, Optimismus zu verbreiten.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat betont, dass er eine Einigung für den Austritt seines Landes aus der Europäischen Union erzielen wolle. "Ich möchte ein Abkommen", sagte Johnson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron in Paris. Er sei durch sein Treffen mit Merkel "sehr ermutigt" worden und denke, dass eine gute Einigung möglich sei, sagte Johnson.

Frankreichs Staatschef Macron erteilte einer Neuverhandlung des Austrittsabkommens allerdings erneut eine Absage. Neben dem britischen EU-Austritt sollen der G-7-Gipfel, der am Samstag im französischen Badeort Biarritz beginnt, die Irankrise und der Syrienkonflikt auf der Agenda stehen.

Johnson will Änderungen am EU-Austrittsabkommen mit Brüssel erreichen - und hatte dafür bislang Absagen erhalten. Merkel und er signalisierten am Mittwoch in Berlin Gesprächsbereitschaft, blieben aber in der Sache hart. Im Poker um den Brexit gilt Macron als Hardliner.

Johnson ist vor allem mit der Regelung zur Grenze zu Irland, dem sogenannten Backstop, unzufrieden. Sollte es keine Einigung geben, würde Großbritannien nach aktuellem Stand die EU Ende Oktober ohne einen Austrittsvertrag verlassen.

Macron wollte am Donnerstag außerdem den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und den indischen Premierminister Narendra Modi empfangen. Modi wird auch als Gast am G-7-Treffen in Biarritz teilnehmen.

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Quelle: n-tv.de, jog/dpa/rts

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