Politik

Schulen im Covid-19-Modus Kein einziger Berliner Schüler infiziert

Stühle stehen auf den Tischen in einer Schule. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Viele Eltern sind genervt, immer mehr Schülerinnen und Schüler gehen in die Notbetreuung, der Ruf nach vollständiger Öffnung der Schulen wird lauter. Aber es gibt auch kritische Stimmen, die schon den jetzigen Präsenzunterricht für verfrüht halten und eine zweite Infektionswelle fürchten.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Die Coronavirus-Fallzahlen sinken deutlich. Auch in Berlin. Hier gibt es nur noch 332 aktiv Infizierte. Die Schulen und damit das Recht auf Bildung bleiben dennoch weit entfernt vom Regelbetrieb. Erst ab August soll wieder mehr Normalität einkehren.

Wie in allen anderen Bundesländern auch findet derzeit kein Regelunterricht an den Berliner Schulen statt. Und das seit dem 17. März. Präsenzunterricht gibt es für die Schülerinnen und Schüler in geteilten oder gedrittelten Klassen seit dem 5. Mai wieder und auch dies nur in bestimmten Jahrgangsstufen. Manche Klassenstufen, gerade im Bereich der Mittelstufe, also die 8. und 9. Klassen, haben teilweise nur einen Schultag vor Ort gehabt, bis zu den Sommerferien stehen wenige weitere Präsenz-Schultage in der Planung.

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Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres will die Schulen in der Hauptstadt vor den Sommerferien nicht mehr regulär öffnen.

(Foto: dpa)

Dabei gibt es derzeit unter den Schülerinnen und Schülern in Berlin, immerhin rund 360.000, keinen einzigen bekannten Covid-19-Fall, wie die Senatsverwaltung für Bildung gegenüber ntv.de erklärt. In der Lehrerschaft sind drei aktive Coronavirus-Infektionen bekannt. Wie viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sich insgesamt im Laufe der letzten drei Monate mit dem Coronavirus infiziert haben, weiß die Hauptstadt leider nicht. "Wir führen keine allumfassende Statistik über Corona-Fälle an den Schulen", erklärt der Sprecher der SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheeres, Martin Klesmann. An welchen Schulen und in welchen Bezirken Coronavirus-Fälle auftraten, werde aber von der Schulaufsicht erfasst und dokumentiert.

Trotzdem schließt Berlin eine Rückkehr zum Regelunterricht vor den Sommerferien aus. Begründet wird dies erst auf nochmalige Nachfrage und nur mit einem Wort: "Infektionsschutz". Immerhin "hofft" die Senatsbildungsverwaltung, nach den Sommerferien wieder in ein relativ normales Schuljahr 2020/2021 starten zu können. Man "bereitet verschiedene Szenarien vor", so Klesmann.

*Datenschutz

In Berlin haben sich seit Ausbruch der Epidemie 6703 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 195 Menschen starben in der Hauptstadt im Zusammenhang mit Covid-19. Die Zahl der derzeit noch Infizierten liegt bei 332.

Quelle: ntv.de, tar