Politik

Stern-RTL-Wahltrend Keine Mehrheit für Schwarz-Gelb, AfD legt zu

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Am Sonntag um 18 Uhr ist es Zeit für eine erste Prognose.

(Foto: dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Schulz hofft auf einen Überraschungssieg seiner Partei, doch in den Umfragen ist davon nichts zu sehen. In der letzten Forsa-Erhebung vor der Wahl fällt das linke Lager zurück. Der Kampf um den dritten Platz scheint entschieden.

Im letzten Stern-RTL-Wahltrend vor der Bundestagswahl an diesem Sonntag sind die Sozialdemokraten noch einmal abgesackt. Der Erhebung zufolge liegt die SPD nun bei 22 Prozent. Zuletzt war es ein Punkt mehr gewesen.

Auch Linke und Grüne verlieren an Zuspruch. Die Grünen kommen nur noch auf 7 Prozent, die Linken erreichen 9,5 Prozent. Rot-Rot-Grün, schon politisch stets ein höchst ungewisses Vorhaben, käme damit lediglich auf 38,5 Prozent. Das ist weit von der absoluten Mehrheit entfernt.

Die Union bleibt wie in der Umfrage vom vergangenen Dienstag bei 36 Prozent. Aus Sicht von CDU und CSU ist das kein guter Wert; noch im Juli lagen die Schwesterparteien bei 40 Prozent, bei der Bundestagswahl vor vier Jahren holten sie 41,5 Prozent. Die FDP kommt auf 9,5 Prozent. Damit dürfte die Partei von Christian Lindner den Wiedereinzug in den Bundestag zwar sicher schaffen. Für Schwarz-Gelb würde es mit diesen Zahlen jedoch nicht reichen.

Das Rennen um den dritten Platz hinter Union und SPD könnte die AfD für sich entscheiden. Im Stern-RTL-Wahltrend erreicht die Partei 11 Prozent. Zweistellig war die AfD bei Forsa zuletzt im Februar 2017.

Forsa weist darauf hin, dass diese Zahlen auch kurz vor der Wahl nicht als sichere Stimmen interpretiert werden dürfen, da nicht genau abgeschätzt werden kann, wie hoch die Wahlbeteiligung tatsächlich sein wird.

Gleiches gilt für die Kanzlerpräferenzen. Könnten die Deutschen ihren Kanzler oder ihre Kanzlerin direkt wählen, würden sich derzeit 47 Prozent für Angela Merkel entscheiden. 23 Prozent würden Martin Schulz wählen.

Quelle: ntv.de, hvo