Politik

Eskalation vor Mariupol Kiew: Rebellenbombe zerstört Patrouillenboot

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Bei der Explosion der Bombe schlug das Boot leck und versank.

(Foto: REUTERS)

Vor der ukrainischen Hafenstadt Mariupol nimmt ein Patrouillenboot eine in Meer schwimmende Bombe auf. Bei der Explosion der Bombe kommt ein Grenzschützer ums Leben, sechs werden verletzt. Die Regierung macht die Rebellen dafür verantwortlich.

Das vor der ukrainischen Hafenstadt Mariupol gesunkene Patrouillenboot wurde nach Angaben der ukrainischen Regierung durch eine Rebellen-Bombe zerstört. Grenzschützer hätten den im Meer treibenden Sprengkörper an Bord hieven wollen, hieß es in einer Stellungnahme des ukrainischen Militärs. Dabei sei die Bombe explodiert. Durch die Detonation wurde am Sonntag von den sieben Grenzschützern an Bord des Schiffs einer getötet, die übrigen verletzt.

Mariupol liegt am Asowschen Meer und war zuletzt ein Brennpunkt des Konflikts zwischen Regierungstruppen und pro-russischen Rebellen in der Ostukraine.

Die Gefechte in der Region hatten sich in den vergangenen Tagen ungeachtet einer offiziellen Waffenruhe wieder verstärkt. Sollten die Rebellen versuchen, Mariupol zu erobern, wäre damit der Waffenstillstand von Minsk hinfällig. Eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland wäre wahrscheinlich.

Mariupol wird von der ukrainischen Armee kontrolliert und ist von strategischer Bedeutung. Mit ihrer Einnahme durch die Separatisten könnte die Grundlage für einen Landkorridor zwischen der russischen Grenze und der annektierten Halbinsel Krim entstehen. Russland muss die Krim bislang kostspielig von See her versorgen.

Quelle: n-tv.de, ppo/rts

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