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Umstrittener Prozess in Moskau Kremlkritiker Nawalny schuldig gesprochen

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Nawalny (hier bei einem Prozess 2013) erhält eine dreieinhalbjährige Bewährungsstrafe.

picture alliance / dpa

Der russische Kremlkritiker Alexej Nawalny ist wegen Unterschlagung zu einer mehrjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Sein ebenfalls angeklagter Bruder muss allerdings ins Gefängnis. Nawalny gilt als einer der bekanntesten Putin-Kritiker.

Der Kremlkritiker Alexej Nawalny ist in Russland zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Ein Gericht in Moskau sprach ihn wegen Unterschlagung schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Lagerhaft gefordert. Nawalnys Bruder Oleg muss indes für dreieinhalb Jahren ins Gefängnis. Er wurde schon im Gerichtssaal verhaftet, wie russische Agenturen berichteten.

Beiden war vorgeworfen worden, bei einer Firma Geld hinterzogen und über ein Geflecht an Firmen legalisiert zu haben. Sie hatten die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Anwälte kündigten Berufung gegen das Urteil an. Der Prozess war als politisch motiviert kritisiert worden.

Nawalny ist einer der bekanntesten Kritiker von Präsident Wladimir Putin. Bei der Moskauer Bürgermeisterwahl gelang ihm mit einem Ergebnis von mehr als 27 Prozent der Stimmen ein Achtungserfolg. Bereits 2013 wurde er in einem anderen Fall zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Seit 2013 steht Nawalny wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen unter Hausarrest.

Ursprünglich war der Urteilsspruch für den 15. Januar angekündigt - dann aber vorgezogen worden. Nawalnys Anhänger haben am Abend zu einer Kundgebung aufgerufen.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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