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Bundeswehr hilft im Kampf gegen IS Kurden fordern mehr deutsche Waffen

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In vierwöchigen Kursen trainieren Bundeswehrsoldaten Peschmerga-Kämpfer für den Kampf gegen den IS.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer loben die Hilfe aus Deutschland: Besonders eine bestimmte deutsche Waffe habe zu den Erfolgen gegen die IS-Terroristen beigetragen. Doch der Kampf gehe weiter und mehr Unterstützung sei nötig.

Im Kampf gegen die IS-Terrormiliz haben die nordirakischen Kurden Deutschland und die internationale Koalition zu mehr Waffenhilfe für ihre Peschmerga aufgerufen. Die kurdische Autonomieregierung habe Berlin eine Wunschliste überreicht, sagte der kurdische Peschmerga-Minister Mustafa Sajid Kadir in Erbil.

Besonders die von Deutschland bisher gelieferte Panzerabwehrwaffe "Milan" habe den Kurden gegen die Extremisten des Islamischen Staates (IS) geholfen. "Je mehr wir davon haben, desto besser", sagte Kadir. Der IS sei eine globale Terrorgruppe. "Das ist ein gemeinsamer Krieg von uns allen. Er geht noch sehr lange weiter", erklärte er.

Das Training der Peschmerga-Kämpfer durch die Bundeswehr sei "sehr erfolgreich und nützlich", sagte Kadir. "Wir sind hungrig nach Ausbildung. Wir profitieren von jedem Training." Deutschland bildet seit Februar mit fünf weiteren Staaten im Nordirak Peschmerga aus.

Von der Defensive in die Offensive gegangen

An diesem Donnerstag endet ein Kurs für rund 500 Kurden, die vier Wochen lang trainiert worden sind. Es war der bisher zweite Lehrgang für Peschmerga. Insgesamt haben in den vergangenen zwei Monaten mehr als 900 Kurden die Kurse durchlaufen.

Der IS hatte im vergangenen Jahr große Gebiete im Norden und Westen des Iraks überrannt. Mit Hilfe von Luftangriffen der internationalen Koalition konnten die Peschmerga jedoch die Extremisten aus mehreren Gebieten zurückdrängen. Die Kurden seien zunächst vom IS überrascht worden, sagte Kadir. "Nun sind wir aber wieder von der Defensive in die Offensive gegangen."

Deutschland und andere Staaten liefern den Kurden zudem Waffen für den Kampf gegen den IS. Die Bundesregierung hatte die Peschmerga im vergangenen Jahr unter anderem mit 500 "Milan"-Raketen, Panzerfäusten und Sturmgewehren ausgestattet. Eine Lieferung von 500 weiteren "Milan"-Raketen ist bereits beschlossen. Die Kurden sollen zudem weitere 203 Panzerfäuste und 4000 Sturmgewehre erhalten.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa