Politik

Sturmversuche in Mariupol London: Kämpfe setzen Moskaus Elite-Verbänden zu

Der hartnäckige Widerstand der Ukraine wird für die russische Armee zur Belastungsprobe. Nach Angaben aus London müssen Moskaus modernste Einheiten hohe Materialverluste hinnehmen, die wegen der Sanktionen nur schwer ausgeglichen werden können. Unterdessen meldet Kiew neue Attacken in Mariupol.

Dem britischen Militärgeheimdienst zufolge setzen die andauernden Kämpfe einigen der modernsten und leistungsfähigsten Einheiten der russischen Streitkräfte deutlich zu. Wie es im Lagebericht des Verteidigungsministeriums hieß, werde es Zeit und Aufwand brauchen, um Russlands Streitkräfte nach dem Ende des Konflikts wieder aufzubauen. Die westlichen Sanktionen würden es erschweren, verloren gegangenes oder zerstörtes, modernes Kriegsgerät zu ersetzen.

Zudem hieß es, mindestens ein russischer T-90M, der modernste russische Panzer, sei bei Kämpfen zerstört worden. Bei den am besten ausgerüsteten russischen Einheiten seien rund 100 T-90M im Einsatz, darunter auch die in der Ukraine.

In der vergangenen Nacht ist es nach ukrainischen Angaben an der Front vergleichsweise ruhig geblieben. "In den Gebieten Donezk und Luhansk wurden am 6. Mai acht Attacken des Feindes abgewehrt, dabei wurden drei gegnerische Panzer, acht Artilleriesysteme, sieben gepanzerte Militärfahrzeuge, ein Auto und drei Einheiten von Pioniertechnik vernichtet", teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit.

Sturmversuche habe es vor allem um das Stahlwerk Asowstal gegeben. An anderen Frontabschnitten, die in den vergangenen Wochen schwer umkämpft waren, beschränkte sich die russische Aktivität hingegen dem Bericht zufolge vor allem auf militärische Aufklärung und Artilleriebeschuss. So waren in der Region Isjum, von wo aus Russland einen größeren Vorstoß Richtung Kramatorsk plant, um die ukrainischen Einheiten im Donbass einzukesseln, Drohnen zur Erkennung der Verteidigungspositionen im Einsatz.

Die Millionenstadt Charkiw und die vor Donezk gelegenen Ortschaften waren Ziel von Artillerieangriffen. Auch die russische Luftwaffe war im Einsatz. Bodenangriffe wurden hingegen nicht gemeldet. Unabhängig konnten diese Angaben nicht überprüft werden.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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