Politik

Sommerurlaub rückt näher Maas will Reisewarnung zeitnah aufheben

138e4d335ff20a94f5ee5de463b2cef6.jpg

Weniger warnen, mehr hinweisen: EU-Ländern sollen Touristen über Hygiene- und Reisevorschriften aufklären.

(Foto: imago images/Future Image)

Urlauber und Tourismusbranche hoffen auf europaweite Lockerungen, Außenminister Maas macht Hoffnung. Bereits morgen könnten die Reisewarnungen gekippt werden - womöglich unter Voraussetzung der in Deutschland bereits bekannten Quotenregelung.

Bundesaußenminister Heiko Maas strebt am morgigen Mittwoch eine Aufhebung der Reisewarnung für Europa an. "Wir bereiten für das Kabinett morgen einen Beschluss vor, der zurzeit noch innerhalb der Regierung abgestimmt wird", sagte er in Berlin. Ziel sei es, die aktuell weltweit gültige Reisewarnung für die Länder der Europäischen Union und assoziierte Staaten durch Reisehinweise zu ersetzen. Diese sollten sehr detailliert über die Lage in den einzelnen Staaten informieren. Dies gebe den Bürgern eine Hilfestellung bei der Entscheidung, wo sie Urlaub planen könnten und in welchen Regionen sie dies eher nicht tun sollten. Aussagen über Reisen außerhalb Europas würden später getroffen.

Mit den für deutsche Touristen wichtigsten europäischen Reise- und Transitländern werde die Bundesregierung den Dialog fortsetzen und sich nochmals vor dem 15. Juni virtuell zusammensetzen, um sich auf Prinzipien zur schrittweisen Wiederherstellung des Reiseverkehrs in Europa zu verständigen. Auch sei zu besprechen, dass alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen würden, dass Touristen und Einheimische der Urlaubsländer "die größtmögliche Sicherheit" für ihre Gesundheit hätten, so Maas.

In den vergangenen Wochen hatte Maas über ein gemeinsames Vorgehen mit seinen Amtskollegen aus Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien gesprochen. Ein Eckwertepapier mit möglichen Hygieneregeln in Hotels und Pensionen sowie Vorgaben zur Nachverfolgbarkeit möglicher Infektionen war am Dienstag bekannt geworden. Demnach gilt auch eine mit der Situation in Deutschland vergleichbare Infektionslage - genannt sind in dem Papier 50 Fälle pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen - als eine Voraussetzung.

Quelle: ntv.de, mba/rts/DJ