Politik

Präsident im Umfrage-Tief Macron enttäuscht die Franzosen

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(Foto: picture alliance / Vadim Ghirda/)

Als Hoffnungsträger ist er angetreten, jetzt holt der Politikalltag Emmanuel Macron ein - und der sieht nicht gerade rosig für ihn aus. So viel Sympathie musste nicht einmal sein Vorgänger Hollande einbüßen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verliert an Rückhalt in der Bevölkerung. Laut August-Umfrage des Instituts Ifop büßte der mit viel Vorschusslorbeeren gestartete Macron insgesamt 14 Prozentpunkte ein. Der Erhebung für die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" zufolge sind nur noch 40 Prozent der Franzosen zufrieden mit dem Präsidenten.

Im Juli waren es noch 54 Prozent. Allerdings war auch das bereits ein Dämpfer von zehn Prozentpunkten. Damit hat Macron in den Monaten seit seiner Wahl im Mai mehr an Popularität verloren als sein Vorgänger François Hollande im selben Zeitraum.

Der Präsident hat seit seinem Amtsantritt einige Rückschläge erlitten, darunter eine heftige Debatte im Parlament über Reformen des Arbeitsmarktes. Auch Kürzungen beim Wohngeld und ein öffentlich ausgetragener Streit mit dem Militär dürften Macron geschadet haben.

Bei den jüngsten Parlamentswahlen hatte Macron mit seiner neu gegründeten Partei "La Republique en Marche" noch einen deutlichen Sieg eingefahren.  Der 39-jährige Sozialliberale will Frankreich mit Reformen modernisieren und die Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen.

Quelle: n-tv.de, lou/rts

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