Politik

Flucht aus dem Staate Erdogan Mehr als 3000 Türken stellen Asylantrag

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Gründe für die Flucht aus der Türkei gibt es viele. Einer davon sind die zeitweise kriegsähnlichen Zustände im Osten des Landes, unter denen vor allem die kurdische Minderheit leidet.

(Foto: REUTERS)

Eine weitere Belastung für die deutsch-türkischen Beziehungen: Allein im ersten Halbjahr 2017 haben mehr als 3000 Türken in der Bundesrepublik Asyl beantragt. Besonders brisant sind die Anträge von Soldaten.

Angesichts des harten Vorgehens der Türkei gegen angebliche Regierungsgegner und Kurden haben im ersten Halbjahr mehr als 3000 Türken einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf). 

Nach dem Umsturzversuch am 15. Juli 2016 war die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei deutlich gestiegen. Seitdem haben laut Bamf auch 209 Diplomaten und weitere 205 Staatsbedienstete Asyl in Deutschland beantragt. Zuletzt hat sich die Zahl der Anträge aus der Türkei der Behörde zufolge allerdings wieder normalisiert. Im Juni verzeichnete das Bamf 488 Anträge von Türken und damit wieder das Niveau vom Juni 2016. Im vergangenen Jahr hatten insgesamt 5742 Türken Asyl in Deutschland beantragt.

Ankara kritisierte schon wiederholt, dass Deutschland Türken Asyl gewährt. Insbesondere, als im Mai erstmals türkische Soldaten den Schutzstatus zugesprochen bekamen. Ankara hält diese für Putschisten und fordert ihre Auslieferung. Während seines Besuchs beim G20-Gipfel in Hamburg erneuerte Präsident Recep Tayyip Erdogan diese Kritik.

Quelle: ntv.de, ieh/dpa

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