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Teils schon ab Montag Mehrere Länder öffnen Kitas und Schulen

In Nordrhein-Westfalen haben Kitas bereits seit dem 8. Juni wieder geöffnet.

In Nordrhein-Westfalen haben Kitas bereits seit dem 8. Juni wieder geöffnet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Berlin, Brandenburg, Niedersachsen - gleich drei weitere Bundesländer kündigen an, ab wann Schulen und Kitas wieder öffnen sollen. Besonders Eltern von Kleinkindern in Brandenburg dürften über den Fahrplan des Bundeslandes erfreut sein.

Immer mehr Bundeländer kündigen an, wann sie ihre Kitas und Schulen wieder für den Normalbetrieb öffnen wollen - nun auch Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Die Kindertagesstätten in Berlin sollen noch vor den Sommerferien wieder komplett öffnen, die Schulen der Hauptstadt sollen nach den Ferien zum Normalbetrieb zurückkehren. Darauf einigte sich der Berliner Senat bei seiner Sitzung. Demnach soll bei den Kitas ab Mitte Juni die Rückkehr zum Regelbetrieb beginnen, bei dem wieder alle Kinder betreut werden können. Ab dem 22. Juni soll die Betreuung wieder in vollem Umfang möglich sein. Derzeit haben viele Eltern nur einen Anspruch auf eine Halbtagsbetreuung.

Elternorganisationen wie Kitakrise Berlin sind allerdings skeptisch, ob genügend Personal zur Verfügung steht. Erzieherinnen und Erzieher, die zur Corona-Risikogruppe gehören, fallen für die Betreuung der Kinder aus. Die Rückkehr der Schüler nach den Sommerferien gilt für alle Schularten und Jahrgangsstufen, wie SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheeres nach der Sitzung des Senats mitteilte. "Wir wollen nach den Sommerferien in den Vollbetrieb gehen", sagte Scheeres. Dann werde es wieder ein Ganztagsangebot geben. "Das ist nur möglich, wenn wir die 1,5 Meter-Regel fallen lassen", betonte die Senatorin. In Berlin beginnen die Sommerferien in diesem Jahr am 25. Juni und enden am 7. August.

In Brandenburg sollen Kitas bereits ab Montag ihren Normalbetrieb wieder aufnehmen, die Schulen nach den Sommerferien am 10. August. Das kündigte SPD-Landesjugendministerin Britta Ernst in Potsdam an und verwies auch auf eine geringe Zunahme der Corona-Infektionen. Die Landesregierung plane indes Tests in Schulen und Kitas.

Risikogruppen-Lehrer geben Nachhilfe

Endgültig beschlossen werden solle die Kita-Öffnung dort am Freitag. Viele Hygieneregeln sollen auch im Regelbetrieb in Kraft bleiben. In Schulen werde der Mindestabstand keine Rolle mehr spielen, sagte Ernst. Für den Fall eines Infektionsherdes brauche aber jede Schule ein Notfallkonzept. Lehrkräfte, die ein besonderes Risiko für eine Infektion hätten, sollten nicht im Unterricht mitarbeiten, aber zum Beispiel Schüler unterstützen, die viel aufholen müssten. Seit 25. Mai galt in Brandenburger Kitas ein eingeschränkter Regelbetrieb; an Schulen wurde seitdem tageweise unterrichtet.

*Datenschutz

In Niedersachsen sollen die Kitas ab dem 22. Juni wieder für alle Kinder öffnen. Die Notbetreuung im Zuge der Corona-Epidemie werde beendet und ein eingeschränkter Regelbetrieb aufgenommen, sodass für jedes Kind mit einem Kindergartenplatz wieder eine Betreuung angeboten werde, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne in Hannover an. Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen haben bereits seit dem 8. Juni wieder geöffnet. Bayrische Kitas sollen ab Anfang Juli wieder den Regelbetrieb aufnehmen.

Quelle: ntv.de, agr/dpa