Politik

Ausländerfeindliches Motiv möglich Menschen nach Brandanschlägen verletzt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Schon wieder kommt es in Deutschland zu einem Brandanschlag. Elf Menschen erleiden Verletzungen, sechs müssen in ein Krankenhaus. Die Polizei schließt eine "ausländerfeindliche Motivlage" nicht aus.

Durch Brände in zwei benachbarten Mehrfamilienhäusern sind im bayerischen Wallerstein zwölf Menschen verletzt worden. Wie die Polizei in Augsburg mitteilte, brannte es am Vorabend in den Kellern der beiden Gebäude. Es sei von Brandstiftung auszugehen.

In der Nähe des Brandorts wurde ein tatverdächtiger 22-Jähriger festgenommen. "Da beide Gebäude von Personen mit Migrationshintergrund bewohnt werden, kann derzeit eine ausländerfeindliche Motivlage bei dem Tatverdächtigen nicht ausgeschlossen werden", erklärte die Polizei. Die Kriminalpolizei ermittle in dem Fall.

In einem der Häuser zogen sich den Angaben zufolge elf Menschen leichte Rauchgasvergiftungen zu. Sechs von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Im Nachbarhaus konnte ein Bewohner das Feuer im Keller selbst löschen. Dabei zog er sich leichte Brandverletzungen an den Händen zu.

Vor einer Woche erst legte die Polizei neue Zahlen zu rechter Gewalt vor. Danach stieg die Zahl der rechtsmotivierten Straftaten im Zusammenhang mit der "Unterbringung von Asylbewerbern" im vergangenen Jahr um fast das Dreifache. Bis Ende November lag die Zahl bei 1305.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP