Politik

Piraten verlieren Merkel baut Vorsprung aus

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Merkel-Fäuste: Die Art der Kanzlerin gefällt den Wählern offenbar.

(Foto: dpa)

Die jüngste Forsa-Umfrage zeigt: An Kanzlerin Merkel ist momentan nicht zu rütteln. Kein SPD-Kandidat hätte Aussichten, sie im Amt zu beerben. Die Sonntagsfrage liefert einen kleinen Rückschlag für die Piraten. Allerdings auch für die anderen Parteien, denen die Mehrheit keine Lösungen zutraut.

Sie ist zurzeit nicht zu schlagen – und das trotz Wulff-Affäre und einer frechen FDP, die ihr den neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck quasi aufzwang. Kanzlerin Angela Merkel hat im direkten Vergleich mit den SPD-Konkurrenten nicht nur die Nase weit vorn, sie kann die Führung sogar noch ausbauen. Laut der jüngsten Forsa-Umfrage für RTL hätten Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück keine Chance gegen sie.

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Von drei Optionen bisher die aussichtsloseste: Gabriel.

(Foto: dapd)

Bei einer Direktwahl würden sich 48 Prozent (+1) der Wahlberechtigten für Merkel entscheiden, hieße ihr Gegner Steinmeier. Dieser verliert mit 29 Prozent im Vergleich zur Vorwoche sogar einen Punkt. Steinbrück könnte gegen Merkel 30 Prozent erobern, Merkel bekäme jedoch 50 Prozent (+2). Und ganz abgeschlagen ist Gabriel, der nur 18 Prozent der Wähler (+1) von sich überzeugen könnte. Merkel kommt ihm Duell mit dem SPD-Chef auf beachtliche 60 Prozent (+1).

In Sachen Sonntagsfrage gibt es kaum Bewegung im Vergleich zur Vorwoche. Die Union erreicht weiterhin 36 Prozent, die SPD wie gehabt 26. Die Grünen verharren bei 15 Prozent, die Linke bei 9. Die FDP kommt nicht aus dem Keller: Weiterhin nur 3 Prozent der Wähler würden bei den Liberalen ihr Kreuzchen machen. Bewegung gibt es lediglich bei den Piraten: Die Newcomer verlieren einen Punkt und liegen bei nur noch 6 Prozent.

Auf die Frage, welche Partei die Probleme in Deutschland am besten lösen kann, entscheiden sich 26 Prozent für die Union. 12 Prozent sehen die SPD bei der politischen Kompetenz vorne. 4 Prozent glauben, dass die Grünen die Probleme besonders gut lösen können, 1 Prozent sieht hier die FDP vorne. Beachtliche 54 Prozent trauen keiner Partei zu, die gegenwärtigen Probleme in Deutschland zu lösen.

Vor einem Jahr begannen in Syrien Aufstände gegen die Regierung, inzwischen steht das Land kurz vor einem blutigen Bürgerkrieg. Dennoch sind nur 23 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass die internationale Staatengemeinschaft Luftschläge durchführen sollte. Eine Mehrheit von 72 Prozent spricht sich gegen ein solches Eingreifen aus. Gegen Luftangriffe in Syrien sind vor allem Ostdeutsche, Frauen und Anhänger der Piratenpartei, aber auch der Linken.

Quelle: ntv.de, jmü

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