Politik

Prinzipien statt Pragmatismus Merkel erteilt Koalition mit Linken Absage

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht eine mögliche Zusammenarbeit mit der Linken mehr als skeptisch.

(Foto: REUTERS)

Mit seinen Gedankenspielen zu möglichen Bündnissen zwischen CDU und Linken eckt Schleswig-Holsteins Landeschef Günther nicht nur in der eigenen Partei an - auch die Linken selbst sind wenig angetan. Und nun senkt auch noch die Kanzlerin ihren Daumen.

Die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel hat Bündnissen mit der Linkspartei eine Absage erteilt. "Ich befürworte keine Zusammenarbeit mit der Linken-Partei, und das schon seit vielen Jahren", sagte sie in Berlin. Die Union werde alles dafür tun, dass bei den bevorstehenden Wahlen Regierungen ohne die Linke und ohne die AfD gebildet werden könnten.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von CDU hatte am Wochenende eine Debatte über eine Zusammenarbeit von CDU und Linken in Ostdeutschland ausgelöst. Er wies auf die schwierige Regierungsbildung in den östlichen Bundesländern hin und erklärte: "Wenn Wahlergebnisse es nicht hergeben sollten, dass gegen die Linke eine Koalition gebildet wird, muss trotzdem eine handlungsfähige Regierung gebildet werden." Da müsse die CDU pragmatisch sein.

Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte erteilte unterdessen seinerseits möglichen Bündnissen mit der CDU eine Absage. "Die CDU steht für Sozialabbau und die Linke für einen starken Sozialstaat", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Und da die Linke Überzeugungen hat, geht es schwerlich zusammen." Korte räumte allerdings ein, dass es auf kommunaler Ebene "Beispiele für eine gute Zusammenarbeit" zwischen Linken und CDU gebe.

Mit Blick auf die Bundespolitik fügte er allerdings hinzu: "Von den Grünen bis zur SPD: Alle kloppen sich darum, wer mit der Union koalieren darf. Nicht so die Linke." Die nächsten Landtagswahlen in Ostdeutschland finden im nächsten Jahr in Brandenburg, Thüringen und Sachsen statt.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP

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