Politik

Im Laderaum des Fluchtbootes Mindestens 40 Flüchtlinge ersticken

Der Strom der Flüchtlinge, die übers Meer nach Europa kommen, reißt nicht ab. Parallel dazu steigt auch die Zahl der Todesopfer. Im jüngsten Fall ersticken mindestens 40 Menschen unter Deck.

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Täglich kommen Flüchtlinge übers Meer nach Europa.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Bei einem neuen Flüchtlingsdrama im Mittelmeer sind erneut Dutzende Flüchtlinge ums Leben gekommen. Mindestens 40 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, zahlreiche andere Flüchtlinge seien aber gerettet worden, teilte die italienische Marine auf ihrem Twitter-Konto mit. Italienischen Medienberichten zufolge erstickten die Opfer unter Deck.

Das Boot war im Süden der Insel Lampedusa unterwegs und hatte rund 400 Menschen an Bord, wie die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete. Das Boot geriet in Seenot und wurde rund 21 Meilen vor der libyschen Küste von der italienischen Marine entdeckt. Die Toten fanden die Retter im Laderaum des Bootes.

Italiens Innenminister Angelino Alfano warnte, dass das aktuelle Unglück nicht das letzte sein werde, wenn die Probleme im Krisenland Libyen nicht gelöst würden. Von dort starten viele Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten die gefährliche Fahrt über das Meer.

Bereits vergangene Woche war ein Flüchtlingsboot mit mindestens 600 Menschen an Bord vor der libyschen Küste gesunken. Mehr als 360 Flüchtlinge wurden gerettet, mehr als 200 Menschen starben. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen seit Januar 224.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa, darunter 98.000 nach Italien.

Quelle: n-tv.de, jaz/AFP/dpa/rts

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