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Das Schuljahr beginnt Neuer Anlauf für Waffenruhe in Ostukraine?

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Mehr als 10.000 Menschen starben bei den Kämpfen in der Ostukraine bisher.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das 2015 verabschiedete Minsker Friedensabkommen ist nach wie vor brüchig. Immer wieder kommt es im Osten der Ukraine zu tödlichen Zwischenfällen. Nun berieten sich die Staats- und Regierungschefs im so genannten Normandie-Format erneut.

Die Staats- und Regierungschefs Russlands, Frankreichs, Deutschlands und der Ukraine haben die Konfliktparteien in der Ukraine zu einer Waffenruhe zum bevorstehenden Beginn des Schuljahres aufgerufen. In einer Telefonkonferenz sei die Initiative dazu ausdrücklich begrüßt worden, teilte die Bundesregierung nach einem Telefonat von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Staatschefs aus den übrigen Ländern des sogenannten Normandie-Formats mit.

Eine Entscheidung über eine Waffenruhe solle im Lauf des Tages in der sogenannten trilateralen Kontaktgruppe aus Russland, der Ukraine und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) fallen. Man sei sich einig, dass dieser Waffenstillstand zu einer nachhaltigen Verbesserung der Sicherheitslage zum Wohle der Schulkinder und für die gesamte Zivilbevölkerung im Donbas führen, erklärte die Bundesregierung weiter.

Seit dem Frühjahr 2014 kämpfen im Osten der Ukraine pro-russische Rebellen gegen ukrainische Regierungssoldaten. Mehr als 10.000 Menschen wurden seither getötet. Immer wieder gibt es Verstöße gegen das 2015 unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich ausgehandelte Friedensabkommen von Minsk.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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