Politik

"Wünschen Trump alles Gute" Obama verspricht reibungslose Amtsübergabe

In seinem ersten Statement nach der Wahl schlägt US-Präsident Barack Obama versöhnliche Töne an. Trotz aller Unterschiede sichert er seinem Nachfolger Donald Trump eine erfolgreiche Amtsübergabe zu und findet tröstende Worte für Hillary Clinton.

US-Präsident Barack Obama hat seinem Nachfolger, Donald Trump, eine reibungslose Übergabe der Macht zugesichert. In seinem ersten Statement nach der Wahl erklärte Obama, er werde Trump am Donnerstag im Weißen Haus empfangen, um die Einzelheiten zu klären.

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Zeit für den Abschied: Obama und seine Vize, Biden, müssen das Weiße Haus im Januar räumen.

(Foto: REUTERS)

Als Beispiel für eine erfolgreiche Amtsübergabe erinnerte Obama an seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2008. Es sei kein Geheimnis, dass Trump und er unterschiedliche politische Ansichten hätten, sagte er im Rosengarten des Weißen Hauses. "Aber denken wir acht Jahre zurück - auch George W. Bush und ich hatten solche Unterschiede" und trotzdem sei ein guter Übergang gelungen. Daran wolle er sich ein Beispiel nehmen.

"Ein friedlicher Übergang der Macht ist eines der wichtigsten Kennzeichen unserer Demokratie", erklärte Obama weiter. "Wir sind nicht zuerst Demokraten oder Republikaner, zuerst sind wir Amerikaner und Patrioten." Das habe auch Trump in ihrem nächtlichen Telefongespräch zugesichert. "Die Präsidentschaft ist größer als wir."

Für die geschlagene demokratische Kandidatin, Hillary Clinton, hatte Obama tröstende Worte parat. Er könnte nicht stolzer auf Hillary sein, sagte Obama. Sie habe in ihrer politischen Karriere als First Lady und Außenministerin außergewöhnliches geleistet und werde dies auch in Zukunft tun.

An die Adresse der jungen Menschen gerichtet, sagte Obama abschließend: "Demokratie ist manchmal hart und herausfordernd. Werdet jetzt nicht zynisch. Es bleibt richtig, für das zu kämpfen, an das man glaubt."

Er selber habe schon Wahlen verloren - so sei das Wesen der Politik, wenn Menschen wählten. "Wir lecken unsere Wunden und gehen zurück in die Arena. Und beim nächsten Mal versuchen wir, es besser zu machen."

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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