Politik

Hoffnung bei Gaza-Gesprächen Offenbar leichte Annäherung in Kairo

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Szene aus dem zerbombten Beit Lahiya.

(Foto: AP)

Israelis und Palästinenser senden positive Zeichen: Es wird weiter gesprochen, beide Seiten halten sich an die vereinbarte Waffenruhe und offenbar gibt es erste Verhandlungserfolge. Erwartet wird auch, dass die Waffenruhe erneut um drei Tage verlängert wird.

Bei den indirekten Gesprächen zwischen Israelis und Palästinensern in Kairo über eine dauerhafte Waffenruhe in Gaza soll es eine leichte Annäherung beider Seiten gegeben haben. Nach Angaben israelischer Medien, habe Israel unter anderem zugestimmt, dass Sicherheitskräfte von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an den Kontrollen von zwei Grenzübergängen zwischen Gazastreifen und Israel sowie am Grenzübergang nach Ägypten beteiligt werden. Israel habe zudem die Bereitschaft bekundet, dem Transfer von Gehältern an die Angestellten der im Gazastreifen herrschenden Hamas zuzustimmen.

Auch die Einfuhr von Baumaterialien in den Gazastreifen solle durch internationale Beobachter überwacht werden, um den Missbrauch für militärische Zwecke auszuschließen. Der israelische Rundfunk berichtete, die Fangzone für Fischer im Mittelmeer solle auf sechs bis neun Seemeilen ausgeweitet werden. Der von den Palästinensern geforderte Bau eines See- und Flughafens in Gaza solle auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Die israelische Delegation soll heute zur Fortsetzung der Gespräche erneut nach Kairo fliegen. Man geht jedoch davon aus, dass die 72-stündige Feuerpause, die am späten Mittwochabend endet, verlängert werden muss. Es ist aber unklar, ob die Palästinenser einer Verlängerung zustimmen werden.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als einem Monat sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mehr als 1900 Palästinenser getötet und knapp 10.000 verletzt worden. Auf israelischer Seite starben nach offiziellen Angaben 64 Soldaten und 3 Zivilisten, mehr als 500 Menschen wurden verletzt.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

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