Politik

Algerier ist Uni-Doktorand Paris-Angreifer bekannte sich zum IS

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Der Angreifer wurde von einem Polizeischützen außer Gefecht gesetzt.

(Foto: REUTERS)

Der Mann, der im Herzen von Paris Polizisten mit einem Hammer attackierte, ist identifiziert: Der 40-jährige Farid I. ist Doktorand in Lothringen. Ermittler finden bei dem Algerier ein Video, in dem er sich zur Terrormiliz Islamischer Staat bekennt.

Der Angreifer bei der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat sich in einem Video zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Das vor der Tat gedrehte Video wurde bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes in Cergy nahe Paris gefunden, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.

Der 40-Jährige hatte am Dienstag vor Notre-Dame mit einem Hammer Polizisten attackiert. Er verletzte einen Beamten leicht und wurde dann durch Polizeischüsse verletzt. Bei der Tat schrie der Mann "Das ist für Syrien!" und bezeichnete sich als "Soldaten des Kalifats". Er wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er am Mittwoch formell in Polizeigewahrsam genommen.

Bei dem Angreifer handelt es sich Ermittlern zufolge um einen aus Algerien stammenden Doktoranden der Universität Lorraine in Metz in der ostfranzösischen Region Lothringen. Er war demnach Doktorand der Informationswissenschaften. Den Angaben zufolge trug der Mann Ausweispapiere bei sich, die ihn als Farid I. ausgaben. Geboren wurde er demnach im Januar 1977 in Algerien.

Doktorand war abgetaucht

Universitätspräsident Pierre Mutzenhardt sagte einem örtlichen Radiosender, der Mann habe keine Auffälligkeiten gezeigt. Sein Doktorvater Arnaud Mercier sagte im französischen Fernsehen, der Doktorand habe "nach außen hin keine übermäßige Anhängerschaft zum Islam gezeigt". "Als ich ihn kannte, hatte er eine prowestliche, prodemokratische Anschauung", sagte Mercier dem Sender BFMTV. Seit November habe er allerdings nichts mehr von ihm gehört. Dies habe ihn stutzig gemacht.

Am Abend wurde ein Studentenwohnheim in Cergy im Raum Paris durchsucht, wo der Angreifer ein Zimmer angemietet hatte. 15 schwer bewaffnete Polizisten einer Eliteeinheit waren an der Durchsuchung beteiligt. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

Quelle: ntv.de, shu/AFP

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