Politik

Unterstützung von Christian Lindner Piraten heuern bei der FDP an

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Bernd Schlömer und Sebastian Nerz bei einer Pressekonferenz 2012.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach einem katastrophalen Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013 verschwindet die Piratenpartei in der Versenkung. Nun gibt es Neues von den früheren Chefs: Sie wollen ihre Pläne weiter verwirklichen. Nun allerdings bei der ehemaligen Konkurrenz.

Die früheren Chefs der Piratenpartei, Bernd Schlömer und Sebastian Nerz, suchen eine neue politische Heimat bei der FDP. Beide seien Mitte Oktober unterstützt von FDP-Chef Christian Lindner bei den Liberalen eingetreten, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter Berufung auf die beiden Ex-Piraten vorab. Die Piratenpartei hatte einst einige Erfolge bei Landtagswahlen verzeichnet, jetzt spielt sie allerdings kaum noch eine Rolle.

"Es darf nicht alles sinnlos sein, was wir damals mit der Digitalagenda gesetzt haben", begründete Schlömer im "Spiegel" seinen Schritt. "Ich kann und möchte einen konstruktiven politischen Beitrag leisten." Bei Themen wie Freiheitsrechte und Vorratsdatenspeicherung stimme das FDP-Programm mit dem der Piraten überein.

Schlömer, Regierungsdirektor im Bundesverteidigungsministerium, hatte 2013 seinen Vorsitz abgegeben, nachdem die Piraten mit nur 2,2 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl gescheitert waren. Dem "Spiegel"-Bericht zufolge will er sich nun bei den Berliner Liberalen engagieren. Nerz, einst Schlömers Vorgänger im Amt des Parteichefs, möchte sich in Tübingen einbringen. Eine Kandidatur für den Bundestag sei vorerst aber nicht geplant.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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