Politik

Militär-Drill als Unterricht Polen will Schüler militärisch ausbilden

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Polnischer Soldat (Archivbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Die nationalkonservative Regierung in Warschau will in jedem polnischen Landkreis eine Armeeschule errichten. So sollen künftig alle Schüler eine militärische Grundausbildung erhalten. Langfristig soll die Armee des Landes profitieren.

In Zukunft sollen Polens Schüler Armeeschulen besuchen. Vize-Verteidigungsminister Michal Dworczyk sagte in einem Interview der Tageszeitung "Rzeczpospolita", langfristig solle in jedem der über 300 Landkreise mindestens eine Armeeschule entstehen. Laut Dworczyk soll im September ein entsprechendes Pilotprojekt mit 50 Schulen an den Start gehen.

Die Jugendlichen könnten dann ein bis zwei Stunden theoretischen Unterricht pro Woche erhalten sowie Schulungen auf dem Truppenübungsplatz absolvieren. Bereits jetzt gibt es in Polen zahlreiche sogenannte Uniform-Schulen, an denen Schüler der Oberstufe militärische Grundlagen wie den Umgang mit der Waffe erlernen können.

Der Vize-Verteidigungsminister kündigte auch an, dass Polen seine Streitkräfte langfristig auf 200.000 Mann vergrößern werde. Derzeit hat die Armee ungefähr eine Stärke von 125.000 Mann. Die neuen Soldaten sollen auch aus den Armee-Schulen rekrutiert werden.

Bereits am Freitag hatte Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz angekündigt, den Wehretat von 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis 2030 schrittweise auf 2,5 Prozent anheben zu wollen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa

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