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Im Schatten des Iran-Konflikts Reihenweise US-Ölfirmen im Irak attackiert

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Irakisches Militär patroulliert vor dem Gelände von US-Ölfirmen in Basra, nachdem eine Rakete dort eingeschlagen ist.

(Foto: REUTERS)

Inmitten der Spannungen zwischen Iran und den USA beschuldigt Washington das Regime in Teheran, hinter Anschlägen im Golf von Oman zu stecken. Binnen weniger Tage werden nun im Irak mehrere US-Ölfirmen angegriffen. Auch hier sollen pro-iranische Kräfte dahinterstecken.

Im Irak sind in den vergangenen Tagen mehrere Ölanlagen und Armeestützpunkte, auf denen US-Bürger stationiert sind, mit Raketen angegriffen worden. Sechs Einrichtungen seien seit Freitag attackiert worden, teilten die irakische Regierung und die Armee mit. Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand. Beobachter vermuten, dass proiranische Gruppen dahinterstecken könnten.

Die Angriffe hatten am Freitag begonnen. Granaten und Raketen schlugen seitdem auf den Militärstützpunkten Al-Balad und Tadschi, dem Militärflughafen in Bagdad sowie in einer Kommandozentrale der Provinz Ninive in der nordirakischen Großstadt Mossul ein - überall dort hat die US-Armee Soldaten und Ausrüstung stationiert.

Der irakische Regierungschef Adel Abdel Mahdi verurteilte die Angriffe. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sich dies fortsetzt", sagt er. Doch nur Stunden später schlugen mehrere Raketen auf zwei Ölfeldern nahe der Stadt Basra ein, auf denen auch die US-Konzerne Exxon Mobil und Baker Hughes aktiv sind. Dabei wurden nach Angaben des irakischen Militärs drei einheimische Arbeiter verletzt.

Die in der Region Basra aktiven US-Unternehmen entschieden daraufhin, ihre ausländischen Führungskräfte umgehend auszufliegen, wie aus informierten Kreisen verlautete. Demnach sollten sie bis Donnerstag die Heimreise antreten.

Proiranische Milizen könnten hinter den Angriffen stecken

Wer für die Angriffe verantwortlich war, blieb zunächst ungeklärt. Die Raketen sollen jedoch aus mehrheitlich schiitischen Gebieten abgeschossen worden seien, in denen proiranische Milizen aktiv sind.

Die US-Regierung hatte im Mai unter Verweis auf eine akute Bedrohung durch den Iran und pro-iranische Milizen den Großteil ihrer Diplomaten aus Bagdad und Erbil abgezogen. Die irakische Regierung fürchtet, im Konflikt zwischen dem Iran und den USA zwischen die Fronten zu geraten. Im Irak sind zahlreiche US-Soldaten für den Kampf gegen die Dschihadisten stationiert, doch ist ihre Präsenz umstritten. Proiranische Gruppen dringen seit langem auf ihren Abzug.

Der Irak-Experte Fanar Haddad von der Universität Singapur vermutet, dass die Angriffe auf US-Interessen im Irak im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Washington und Teheran stehen. Der Iran wolle unter Beweis stellen, welchen Einfluss er im Irak habe, sagte Haddad.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP

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