Politik

Luftabwehrsystem für 740 Millionen Russische S-300 schützen Irans Atomanlagen

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Ein russisches Flugabwehrsystem vom Typ S300.

(Foto: picture alliance / dpa)

Russland liefert dem Iran Raketen. Experten vermuten schon lange, dass Teheran damit seine Atomanlagen schützen will. Laut iranischen Medienberichten bestätigt sich das nun.

Der Iran hat einen Teil der von Russland gelieferten Luftabwehrraketen vor einer seiner Atomanlagen stationiert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars brachten die Revolutionsgarden die S-300-Raketen vor der Urananreicherungsanlage Fordo südlich der Hauptstadt Teheran in Stellung. Mit dem russischen Flugabwehrsystem sollten demnächst auch die anderen Atomanlagen des Landes geschützt werden, hieß es in dem Fars-Bericht vom Sonntag.

Der Kommandeur der iranischen Luftabwehr, General Farsad Esmaili, sagte dem Sender Irib dazu, Irans Atomanlagen müssten "unter allen Umständen" geschützt werden. "Der iranische Himmel ist nun einer der sichersten in der Region", fuhr Esmaili fort.

Die Urananreicherungsanlage Fordo liegt in einem Berg nahe der Stadt Ghom. Wie unter dem internationalen Atomabkommen vereinbart stoppte der Iran dort die Urananreicherung und begann damit, Zentrifugen zur Anreicherung zu entfernen. Die verbleibenden Zentrifugen darf der Iran zu Forschungszwecken nutzen.

Russland hatte im April mit der Lieferung der S-300-Raketen an den Iran begonnen. Bis Jahresende soll der Vertrag im Wert von etwa 740 Millionen Euro ganz erfüllt werden. Schon bei der Unterzeichnung des Vertrags 2007 hatten Experten vermutet, dass der Iran die Raketen hauptsächlich zum Schutz seiner Atomanlagen benutzen werde.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/AFP

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