Politik

Bomben auf Stellungen bei Aleppo Russland fliegt Angriffe von Flugzeugträger

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Die "Admiral Kusnezow" im englischen Kanal, auf der Fahrt ins Mittelmeer.

(Foto: dpa)

Nach seiner Verlegung ins Mittelmeer sollen erstmals Luftangriffe vom russischen Flugzeugträger "Admiral Kusnetsow" aus geflogen werden. Unterstützt werden sollen sie durch Bombardements der Begleitschiffe - auf das Gebiet um Aleppo.

Mitten in den US-Wahltag hinein hat Russland die ersten Angriffe von seinem Flugzeugträger auf Syrien angekündigt. Die Kampfjets der "Admiral Kusnetsow" und die schwer bewaffneten Begleitschiffe im Mittelmeer sollten in den nächsten Stunden Stellungen der Regierungsgegner bei Aleppo bombardieren. Das sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Moskau.

"Die Angriffe sollen die weiträumigen Zugänge zur Stadt treffen", sagte der Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax. Kremlsprecher Dmitri Peskow bekräftigte aber, es werde wie in den vergangenen Wochen keine Luftangriffe direkt auf den belagerten Ostteil von Aleppo geben.

Tote bei Luftangriffen

Derweil wurden bei Luft- und Artillerieangriffen auf Rebellengebiete in der syrischen Provinz Idlib nach Informationen von Aktivisten mindestens 20 Menschen getötet. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte weiter mit, durch Angriffe der syrischen oder der russischen Luftwaffe auf die Stadt Chan Scheichun seien sieben Kinder und zwei Schwangere getötet worden. Elf Menschen seien in dem Dorf Baarbo ums Leben gekommen.

Die russische Nachrichtenagentur Tass zitierte einen Sprecher des Verteidigungsministeriums mit den Worten, russische Kampfflugzeuge seien am 8. November im Gebiet Chan Scheichun nicht im Einsatz gewesen. Es habe dort auch keinen Beschuss mit Raketen gegeben.

In der syrischen Provinz Idlib befinden sich die bevölkerungsreichsten Gebiete unter Kontrolle der Rebellen. Zu ihnen gehören nationalistische Gruppen unter dem Banner der Freien Syrischen Armee sowie islamistische Kämpfer wie die Extremisten der früher zur Al-Kaida gehörenden Gruppe Dschabhat Fateh al-Scham.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/rts