Politik
Die neue Spitze der SPD: Andrea Nahles als Fraktions- und designierte Parteichefin sowie Olaf Scholz als Finanzminister und Vizekanzler sollen die Sozialdemokraten aus dem Umfragetief holen.
Die neue Spitze der SPD: Andrea Nahles als Fraktions- und designierte Parteichefin sowie Olaf Scholz als Finanzminister und Vizekanzler sollen die Sozialdemokraten aus dem Umfragetief holen.(Foto: picture alliance / Gregor Fische)
Samstag, 07. April 2018

RTL/n-tv Trendbarometer: SPD erklimmt Jahreshoch

Licht am Horizont der SPD: Mit konzentrierter Regierungsarbeit erreicht die Partei erstmals in diesem Jahr im RTL/n-tv Trendbarometer wieder 20 Prozent. Die Union leidet dagegen am Zuwanderungskurs ihres neuen Innenministers Horst Seehofer.

Die SPD kommt erstmals seit dem Jahreswechsel in Umfragen wieder auf 20 Prozent in der Wählergunst. Im neuen RTL/n-tv Trendbarometer verbessern sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Herbst war die SPD auf 20,5 Prozent der Stimmen gekommen.

Die Union verliert dagegen im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und erreicht 32 Prozent der Stimmen. Auch die Zustimmung für die Grünen sinkt um einen Prozentpunkt auf nun 11 Prozent. Die AfD hält mit 13 Prozent das Ergebnis der Vorwoche. FDP und Linke stehen unverändert bei 9 und 10 Prozent.

Grund für die leichte Erholung der SPD ist laut Forsa-Institut die konzentrierte Regierungsarbeit der Partei. Demnach sind die heftigen Turbulenzen nach dem historisch schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl 2017 und dem anschließenden Rücktritt von Kanzlerkandidat und Parteichef Martin Schulz abgeflaut.

Die Union scheitert dagegen erneut daran, mit dem Fokus auf Themen wie Migration und Zuwanderung Wähler von der AfD zurückzugewinnen. Der harte Kurs des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer lasse die Schwesterparteien eher zerstritten erscheinen und schwäche die Union insgesamt, lautet das Fazit von Forsa.

In der Kanzlerfrage verliert Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche an Zustimmung, liegt aber immer noch deutlich vor ihren SPD-Konkurrenten. Könnten die Menschen den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 49 Prozent für Merkel aussprechen, wenn die Alternative SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles wäre. Die designierte Parteichefin erhält lediglich eine Zustimmung von 15 Prozent. Den Vergleich mit Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz entscheidet Merkel mit 44 zu 21 Prozent für sich.

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Quelle: n-tv.de