Politik

Treffen mit Rebellen Saudi-Arabien berät über Sturz Assads

2015-05-04T170514Z_1455412927_GF10000083891_RTRMADP_3_MIDEAST-CRISIS-SYRIA.JPG1383764814811394206.jpg

Rebellen der Gruppe Jaysh al-Islam.

(Foto: REUTERS)

Nicht nur im Jemen, auch in Syrien will Saudi-Arabien derzeit seinen Anspruch als Regionalmacht unterstreichen. Die Regierung in Riad plant ein Treffen mit Vertretern der Assad-Opposition - die Frage dabei: Was passiert, wenn Assad nicht mehr ist?

Das sunnitisch regierte Königreich Saudi-Arabien will offenbar die vielen politischen und bewaffneten syrischen Oppositionsgruppen zu Beratungen über das Vorgehen nach einem möglichen Sturz von Staatschef Baschar al-Assad versammeln. Ein entsprechendes Treffen unter saudiarabischer Regie sei für Mitte Juni geplant, sagte der syrische Oppositionelle Haytham Manna. Vertreter der Islamistengruppen Al-Nusra-Front und Islamischer Staat sollten nicht teilnehmen. Ein zunächst für Anfang Mai geplantes Treffen war demnach nicht zustande gekommen.

Ein Vertreter des international anerkannten Oppositionszusammenschlusses Syrische Nationale Koalition bestätigte die Angaben im Grundsatz. Das saudiarabische Außenministerium wollte sich zunächst nicht äußern.

Saudi-Arabien unterstützt die gegen Assad agierende Opposition in Syrien. Staatschef Assad und die zu ihm haltenden Gruppierungen werden von schiitisch dominierten Iran unterstützt. Einen Stellvertreterkonflikt der beiden Regionalmächte vermuten Beobachter derzeit auch im Jemen.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP