Politik

CSU-Chef verteidigt Ungarn Seehofer: "Sollten Orbán nicht verteufeln"

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Horst Seehofers CSU pflegt seit langem eine gute Beziehung zu Viktor Orbán.

(Foto: imago stock&people)

Viktor Orbán schottet sein Land gegen Flüchtlinge ab - zum Unmut vieler Kritiker im Rest Europas. Doch die CSU will das Gespräch mit dem Ungarn suchen. Parteichef Seehofer verteidigt diese Linie.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat einen fairen Umgang mit dem umstrittenen ungarischen Regierungschef Viktor Orbán verlangt. "Wir sollten ihn nicht verteufeln", sagte der CSU-Chef dem "Donaukurier".

"Nicht alles, was er sagt, ist richtig. Aber es wäre falsch, mit pauschalen Vorurteilen über ihn herzufallen", sagte Seehofer. Orbán ist wegen seiner restriktiven Flüchtlingspolitik seit Wochen in der Kritik.

Seehofer verteidigte auch die Einladung Orbáns zur Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in der kommenden Woche in Kloster Banz. Ihm gehe es darum, mit Orbán zu sprechen. Schließlich habe dieser versichert, die Einhaltung des europäischen Rechts durchsetzen zu wollen.

In diesem Zusammenhang forderte Seehofer ein Festhalten am Dublin-Abkommen, nach dem Asylverfahren dort durchgeführt werden, wo ein Flüchtling Europa betritt.

Quelle: ntv.de, jog/dpa