Politik

Pfefferspray und Bengalos in Garmisch So eskalierte die Gewalt

3pv51759.jpg4944802054147537850.jpg

(Foto: dpa)

Mit einem massiven Polizeiaufgebot begleitet die Polizei eine Demonstration von einigen Tausend G7-Kritikern. Es kommt zu Gewalt mit mehreren Verletzten. Der Veranstalter ist zufrieden.

Bei der ersten großen Demonstration des Bündnisses "Stop G7 Elmau" hat es gewalttätige Zwischenfälle gegeben. Demonstranten warfen Gegenstände auf die Polizei, die Beamten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Der Demonstrationszug mit laut Polizei 3600 Teilnehmern hatte friedlich die Hälfte seines Weges zurückgelegt. Gegen 16 Uhr kam er zum stehen - etwa 100 Meter vor dem Punkt, an dem er laut Plan hatte wenden sollen. Die Demonstranten setzten sich auf die Straße, auf einem Lastwagen wurde ein Rollenspiel aufgeführt. Die zahlenmäßig überlegene Polizei rückte von drei Seiten sehr nahe an die Demonstranten heran.

Dann kam es zu einer Rangelei. Laut Polizei war deren Auslöser, dass Polizisten mit Flaschen und Feuerlöschern angegriffen wurden. Ein Sprecher des Veranstalters sagte vor Ort, die Demonstranten hätten lediglich ihren Weg fortsetzen wollen und seien daraufhin von Polizisten mit Schlagstöcken angegriffen worden. Die Polizei versprühte Pfefferspray und rückte in die Demonstration vor. Die Demonstranten setzten die Stangen ihrer Transparente als Waffen ein und warfen mit Wasserflaschen. Auch ein bengalisches Feuer flog in die Reihen der Polizei. Vom Lastwagen aus kommentierte ein Sprecher des Bündnisses "Stop G7 Elmau", er könne beobachten, wie Polizisten auf sitzende Menschen einprügelten.

Die Polizei rechtfertigte den Einsatz des Pfeffersprays damit, es sei eine Flasche mit Benzin geworfen worden. Später musste sie einräumen, dass die Flüssigkeit in der Flasche nicht brennbar war. Mindestens eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Die Polizei meldet sieben Verletzte in den eigenen Reihen.

Das Bündnis "Stop G7 Elmau" feierte die Demonstration als Erfolg. Man habe gezeigt, dass es "kein sicheres Hinterland" für einen G7-Gipfel gebe. In der Szene wird kritisiert, dass sich die Politiker an einem so abgelegenen Ort Treffen und diesen weiträumig abgesperrt haben.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema