Politik

Minikühlschrank und Spiegel Soldatenstuben werden aufgehübscht

25651079.jpg

Doppelstockbett und karge Wände - das soll sich ändern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf dem Weg zu einer attraktiveren Bundeswehr hat sich Verteidigungsministerin von der Leyen einen Plan gemacht. Der beinhaltet acht Punkte. Das Kapitel "Moderne Unterkünfte" wird als erstes aufgeschlagen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver machen. In einem Acht-Punkte-Plan schlägt die Ministerin unter anderem vor, rund 50.000 Stuben neu einzurichten, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den ihr vorliegenden Entwurf des Verteidigungsministeriums. Für die Modernisierung der Unterkünfte sollen demnach rund 75 Millionen Euro investiert werden.

Die Maßnahmen unter dem Kapitel "Moderne Unterkünfte" bildeten einen finanziellen Schwerpunkt des Katalogs, der demnach am kommenden Mittwoch im Kabinett erörtert werden soll. Der Vorlage zufolge gehören zu den Wohneinrichtungen, die neu angeschafft werden sollen, "Flat-Screen-TV mit Wandhalter, Stehlampe mit Leseleuchte, Minikühlschrank und Garderobenspiegel". Diese zählten künftig zur Grundausstattung für Soldateneinzelunterkünfte.

Weitere Themenfelder des Entwurfs sind dem Bericht zufolge die Bereiche "Führungs- und Organisationskultur", "Potenziale mobilisieren", "Balance Familie und Dienst", "Arbeitsautonomie", "Karrierepfade", "Gesundes arbeiten", "Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft". Ein weiterer Schwerpunkt sei der Ausbau flexibler Arbeitsstätten: Dazu sollen bis 2016 insgesamt 3000 neue Laptops angeschafft werden. Die Gesamtkosten dafür beliefen sich auf 11,75 Millionen Euro.

Die CDU-Politikerin hatte sich bereits im Januar zum Ziel gesetzt, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen. Zu ihren Vorhaben zählt auch eine Verbesserung von Familie und Beruf. Geplant ist unter anderem der Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kinder von Soldaten. Auf den Steuerzahler sollen keine zusätzlichen Kosten zukommen - die Reformen sollen innerhalb des bestehenden Etatansatzes finanziert werden.

Quelle: ntv.de, sba/AFP/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.