Politik

Flugzeug kaputt Steinmeier strandet in China

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Landschaftlich reizvoll ist die Gegend ja, davon konnte sich Steinmeier bei einer Wanderung durch den Naturpark Heimifeng überzeugen. Nur muss er eigentlich am Montag in Japan sein. Stattdessen schmort er nun im nahegelegen Changsha und wartet auf seinen Weiterflug.

(Foto: dpa)

Eigentlich sollte Außenminister Steinmeier am Sonntagfrüh nach Japan zum G7-Treffen reisen. Doch daraus wird zunächst nichts. Sein Flugzeug ist mal wieder kaputt. Erst mit vielen Stunden Verspätung kommt er aus China weg; der Gipfel hat da bereits begonnen.

Auf dem Weg zum G7-Treffen der Außenminister im japanischen Hiroshima ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in China gestrandet. Wegen technischer Probleme konnte der Regierungs-Airbus A340 "Konrad Adenauer" am Sonntagmorgen in der Millionen-Metropole Changsha nicht abheben. Nach Angaben des Piloten funktionierte ein Motor nicht mehr, der für die Spritversorgung erforderlich ist. Ein Ersatzteil gab es auf dem Flughafen nicht; es musste eingeflogen werden. Mit den Regierungs-Flugzeugen gibt es immer wieder technische Probleme. Als Vielflieger der Bundesregierung musste Steinmeier darunter schon mehrfach leiden.

Steinmeier und seine Delegation konnten erst mit acht Stunden Verspätung in Richtung Hiroshima starten. Den Auftakt des G7-Treffens verpasste er allerdings. Die Außenminister der sieben großen Industrienationen wollen dort bis Montag über die aktuellen Krisenherde beraten. Ende Mai findet dann ebenfalls in Japan der Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt.

Steinmeier hatte Russland zuvor eine Rückkehr in den Kreis der großen Industrienationen in Aussicht gestellt. Vor dem Treffen sagte Steinmeier er: "Ich würde mir wünschen, dass G7 nicht das dauerhafte Format bleibt, sondern dass wir Bedingungen schaffen, um zu G8 zurückzukehren." Zugleich schränkte er ein: "Aber in diesem Jahr haben wir sie noch nicht."

Russland war 2014 wegen der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim aus der Gruppe der acht Industrienationen (G8) ausgeschlossen worden. Seither beraten die Staaten wie früher nur im Siebener-Kreis. Als Grundvoraussetzung für eine Rückkehr nannte Steinmeier, dass Russland zu einer "politischen Lösung" des Ukraine-Konflikts beitragen müsse. Zudem müsse dessen "konstruktive Rolle" bei den Friedensbemühungen für Syrien von Dauer sein.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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