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Akute Ebola-Angst verpufft Touristen dürfen wieder nach Nordkorea

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Wer will, darf wieder: Die Grenzen Nordkoreas sind für Freizeit-Reisende wieder wie gewohnt geöffnet.

REUTERS

Monatelang sind die Grenzen des ohnehin schon abgeschotteten Landes Nordkorea dicht. Aus Angst vor Ebola verweigert das Land Touristen aus aller Welt die Einreise, selbst Diplomaten müssen 21 Tage in Quarantäne. Diese Sperre ist nun aufgehoben - größtenteils.

Nordkorea öffnet seine Grenzen wieder für ausländische Touristen. Nach einer mehrmonatigen Einreisesperre aus Angst vor dem Ebola-Virus hebt das Land die strengen Bedingungen wieder auf. Die Botschaften und internationalen Hilfsorganisationen in Pjöngjang hätten eine entsprechende Mitteilung von der zuständigen Behörde bekommen, berichtet die "Washington Post".

Darin würden sie informiert, dass die Quarantäne für alle Besucher aufgehoben sei - außer für diejenigen, die aus einigen afrikanischen Ländern einreisen. Auch Reiseanbieter seien über die Lockerung informiert worden. Künftig würden nur noch Menschen in Quarantäne geschickt, die aus Guinea, Liberia, Sierra Leone, Guinea Bissau, Senegal, Mali und der Elfenbeinküste einreisen.

Im Oktober 2014 hatte das nordkoreanische Regime seine Grenzen für alle Touristen geschlossen, gleichgültig aus welchem Land sie kamen. Pjöngjang fürchtete, das in einigen Ländern Afrikas grassierende Ebola-Virus könnte eingeschleppt werden. Zeitgleich zu der Grenzschließung ordnete das Land auch eine 21tägige Quarantäne für alle eintreffenden Entwicklungshelfer und Diplomaten an. Dabei war es egal, ob es sich um Ausländer handelte oder um Inländer, die Nordkorea kurzzeitig verlassen hatten.

Ganz überwunden ist die Angst davor, dass der Virus nach Nordkorea eingeschleppt werden könnte, aber nicht. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Nordkorea aus Furcht vor Ebola keine ausländischen Läufer für den Pjöngjang-Marathon im April zulässt. Weder Amateure noch professionelle Läufer, die nicht aus Nordkorea stammen, werden demnach an dem Wettkampf teilnehmen.

Quelle: n-tv.de, fma

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