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Treffen via Twitter abgesagt Trump düpiert "New York Times"

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Die altehrwürdige "New York Times" sprach sich im Wahlkampf für Clinton als nächste US-Präsidentin aus.

(Foto: AP)

Der künftige US-Präsident verzichtet auf einen Friedensschluss mit der einflussreichen "New York Times": Ein geplantes Treffen mit der Redaktion sagt Donald Trump in letzter Minute via Twitter ab und beschimpft einmal mehr das traditionsreiche Blatt.

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Der designierte US-Präsident Donald Trump bleibt auf vollem Konfrontationskurs mit der "New York Times". Ein für Dienstag anberaumtes Treffen mit dem Herausgeber und mehreren Reportern sagte er am Morgen (Ortszeit) ab. Trump begründete das auf Twitter damit, dass die Bedingungen des Treffens kurzfristig geändert worden seien. Das sei "nicht nett". Trumps Team hatte das Treffen selber vorgeschlagen.

Die "New York Times" erklärte, an den Bedingungen des Treffens habe sich nichts geändert. Nach Gesprächen am Montag habe man gemeinsam daran festgehalten, einen kurzen Teil hinter verschlossenen Türen und den deutlich längeren öffentlich mit Reportern machen zu wollen. Von der Absage habe man via Twitter erfahren.

Vielleicht gebe es ein späteres Treffen, fügte Trump in einem weiteren Tweet hinzu. In der Zwischenzeit werde das Blatt weiter falsch über ihn berichten und einen ungezogenen Ton anschlagen, schrieb er. Die "New York Times" ist seit längerem ein bevorzugtes Ziel der Kritik Trumps.

Auch als gewählter Präsident verbreitete er, das Blatt scheitere, und wegen der angeblich falschen Berichterstattung über ihn sänken die Verkaufszahlen. Allerdings ist das Gegenteil der Fall: Nach der US-Wahl meldete die "New York Times" Rekordzugriffe und Zehntausende neuer Bezahlabos, sowohl digital als auch für die Print-Ausgabe.

 

NACHTRAG: Einem Tweet des "New York Times"-Redakteurs Clifford Levy zufolge findet das Treffen nun doch statt. Demnach ist ein Treffen hinter verschlossenen Türen mit der Chefetage des Blattes geplant, im Anschluss ein Treffen mit Redakteuren der Zeitung. Den vorhergehenden Tweets von Levy ist zu entnehmen, wie sehr die kurzfristige und öffentliche Absage Trumps die Redaktion irritiert hat.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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