Politik

Nach Beschuss von Kriegsschiffen USA greifen Radarstellungen im Jemen an

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Der Raktenzerstörer USS Nitze.

(Foto: imago/StockTrek Images)

Bislang unterstützen die USA die saudische Militärkoalition im jemenitischen Bürgerkrieg nur indirekt. Doch nach dem Beschuss eines Kriegsschiffs vor der Küste greift das US-Militär direkt ein und nimmt Ziele im Rebellengebiet unter Feuer.

Nach dem erneuten Beschuss eines US-Kriegsschiffes vor der Küste des Jemen hat das US-Militär drei Radaranlagen in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet angegriffen. Wie das Pentagon in Washington mitteilte, ordnete US-Präsident Barack Obama den Beschuss der Radaranlagen mit Tomahawk-Marschflugkörpern an. Die Raketen seien von dem US-Zerstörer "USS Nitze" abgefeuert worden. Die getroffenen Radaranlagen waren den Angaben zufolge bei den Angriffen auf US-Kriegsschiffe genutzt worden.

Am Mittwoch war zum zweiten Mal binnen weniger Tage ein US-Kriegsschiff vor der Küste des Jemen mit einer Rakete beschossen worden. Sie verfehlte allerdings ihr Ziel. Bereits am Sonntag waren zwei Raketen von Gebieten unter Kontrolle der schiitischen Huthi-Rebellen auf zwei US-Kriegsschiffe im Roten Meer abgefeuert worden.

Die USA unterstützen die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Kampf gegen die Huthis und ihre Verbündeten in der Armee. Nach einem Luftangriff auf eine Trauerfeier in Sanaa, bei dem am Samstag mehr als 140 Menschen getötet worden waren, kündigte Washington jedoch an, die Unterstützung der Koalition zu überprüfen, die im März 2015 im Jemen zugunsten von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi in den Konflikt eingegriffen hatte.

Quelle: n-tv.de, mbo/AFP

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