Politik
Fahndungsaufruf für Ibrahim al-Rubaisch. Demnach wurde der Al-Kaida-Terrorist 1979 geboren.
Fahndungsaufruf für Ibrahim al-Rubaisch. Demnach wurde der Al-Kaida-Terrorist 1979 geboren.(Foto: AP)
Dienstag, 14. April 2015

Drohne trifft Ibrahim al-Rubaisch: USA schießen Top-Kleriker von Al-Kaida ab

Eine Drohne der USA tötet im Jemen eine der wichtigsten Führungspersönlichkeiten von Al-Kaida in Südarabien. Als Ex-Guantanamo-Häftling weist der Kleriker Ibrahim al-Rubaisch, der erst Mitte dreißig war, eine typische Terroristenkarriere auf.

Der führende Kleriker des Al-Kaida-Ablegers im Jemen, Ibrahim al-Rubaisch, ist bei einem US-Drohnenangriff getötet worden. Dies gab das Terrornetz über Twitter bekannt. Al-Rubaisch, der fast fünf Jahre lang Häftling im US-Gefangenenlager Guantánamo gewesen war, sei in der Nacht zum Montag zusammen mit anderen Dschihadisten Opfer eines Luftangriffs der "Kreuzfahrer" geworden, heißt es in der Mitteilung. Ihre Echtheit konnte bisher nicht überprüft werden.

Al-Rubaisch, ein Bürger Saudi-Arabiens, führte den Titel eines Mufti in der jemenitischen Al-Kaida. Er lieferte theologische Begründungen für die angebliche Rechtmäßigkeit von Terroranschlägen gegen Vertreter des saudischen Königshauses. Weiter setzte er sich mit den Argumenten der monarchietreuen saudischen Kleriker auseinander, die die Vorgehensweise Al-Kaidas ablehnen.

Al-Rubaisch erhielt in Osama bin Ladens afghanischem Lager Al-Faruk eine militärische Ausbildung. Ende 2001 wurde er in Pakistan verhaftet, an die Amerikaner übergeben und nach Guantánamo gebracht. Nach seiner Freilassung 2006 wurde er in seiner saudischen Heimat in ein Entradikalisierungsprogramm aufgenommen. Bald darauf verschwand er jedoch über die Grenze zum benachbarten Jemen und schloss sich der dortigen Al-Kaida an.

Quelle: n-tv.de