Politik

Nach Massaker 1992 in Bosnien Weiteres "Sekundärgrab" entdeckt

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Eine Pathologe untersucht Leichenteile aus einem Massengrab von Srebrenica.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Im Bürgerkrieg 1992 bis 1995 werden in den berüchtigten serbischen Straflagern Omarska, Trnopolje und Keraterm Angehörige anderer Nationen zu Tode gequält. Ihre Leichen werden mehrmals verscharrt, um die Verbrechen zu vertuschen.

Aus einem weiteren Massengrab in Bosnien-Herzegowina sind bisher 268 Leichen geborgen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Sarajevo mit. In dem Grab im Nordwesten des Landes seien rund 200 komplette Skelette sowie Skelettteile von 68 weiteren Personen gefunden worden. Es handele sich um Bosniaken und Kroaten, die im Sommer 1992 im Bürgerkrieg (1992-1995) von Serben getötet worden seien. Da noch weitere Gräber in der Nähe entdeckt wurden, werde sich die Zahl der Opfer noch erhöhen.

Die Region um Prijedor ist für zahlreiche Kriegsverbrechen vor allem der Serben im Krieg bekannt. Hier befanden sich auch die berüchtigten serbischen Straflager Omarska, Trnopolje, Keraterm, in denen Angehörige anderer Nationen bis zum Tod gequält wurden. Fotos von völlig abgemagerten Gefangenen hatten damals in der ganzen Welt für Abscheu gesorgt.

Um ihre Verbrechen zu vertuschen, hatten serbische Verbände die Leichen mit Baggern aus den ursprünglichen Bestattungsgruben wieder ausgegraben und Teile der Skelette auf sogenannte Sekundärgräber verteilt. So erklärt sich auch, dass in dem neuen Grab neben kompletten Skeletten auch die Teile von 68 Personen gefunden wurden.

Quelle: n-tv.de, dpa

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