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Separatisten starten Offensive Zivilisten kommen nicht mehr raus

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Busse sollen Zivilisten aus der Gefahrenzone bringen. Doch das ist nicht immer leicht, weil Kämpfer und Separatisten das Gebiet unter Dauerfeuer genommen haben.

(Foto: REUTERS)

Städte und Ortschaften in der Ostukraine stehen dermaßen unter Dauerfeuer, dass Zivilisten kaum noch in Sicherheit gebracht werden können. Hilfsorganisationen machen den Kriegsparteien schwere Vorwürfe deswegen. Auch ein Krankenhaus in Donezk wird getroffen.

Die Separatisten haben nach Angaben des ukrainischen Militärs im Osten des Landes eine Offensive gestartet. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 80 Ortschaften und Stellungen mit Raketen sowie Artillerie angegriffen worden, sagte ein Militärsprecher. Zwei Soldaten seien gefallen, 18 weitere seien verletzt worden.

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Die von Russland unterstützten Aufständischen sprachen dagegen von 17 getöteten Soldaten. Zudem seien vier Zivilisten in der Region Donezk getötet worden, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin. Besonders heftige Kämpfe gab es um die Stadt Debalzewo.

Wegen der heftigen Kämpfe dort und in dem Ort Awdejewka könnten kaum noch Menschen in Sicherheit gebracht werden, teilte der staatliche ukrainische Zivilschutzdienst mit. Helfer und Menschenrechtler beklagen die zunehmend schwierige Evakuierung in den unter Dauerfeuer stehenden Regionen Luhansk und Donezk.

In Luhansk kam es nach Darstellung von Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum Einsatz von Streumunition. Russland wirft der Ukraine die Anwendung der international geächteten Bomben vor.

Die Verwaltung der Rebellenhochburg Donezk meldete unterdessen, ein Krankenhaus sei von einer Granate getroffen worden. Es habe Tote und Verwundete gegeben, hieß es auf der Internetseite der Stadtverwaltung.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa/rts

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