Ratgeber

20 Prozent Schutz Bayer mit über Sieben-Prozent-Chance

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(Foto: imago images / Future Image)

Die in Aussicht stehende Einigung mit den Klägern im Glyphosat-Streit verhalf der Bayer-Aktie zu einem zehn-prozentigen Kurssprung. Mit Discount-Zertifikaten können Anleger auch dann positive Rendite erzielen, wenn der Aktienkurs das aktuell hohe Niveau nicht ganz beibehalten kann.

Nach dem 41-prozentigen Absturz der Bayer-Aktie von 76 Euro (19. Februar 2020) auf bis zu 45 Euro (16. März 2020) und der danach folgenden Erholung auf bis zu 64,24 Euro, gab die Aktie bis zum 22. Mai 2020 wieder auf bis zu 57,20 Euro nach. Als am 25. Mai 2020 eine Einigung mit zahlreichen Klägern im Glyphosat-Streit verkündet worden war, legte die Aktie zeitweise um zehn Prozent zu und wird seither zumeist innerhalb einer Bandbreite von 60 bis 62 Euro gehandelt.

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Erfüllen sich die optimistischen Einschätzungen der Experten der Baader Bank, die die Aktie mit einem Kursziel von bis zu 105 Euro zum Kauf empfehlen, dann sollte der Aktienkurs noch über weiteres Steigerungspotenzial verfügen.

Die Anlage-Idee

Anleger, die prinzipiell von einer stabilen Kursentwicklung der Bayer-Aktie ausgehen, aber nach dem starken Kursanstieg der Aktie eine neuerliche Kursschwäche nicht ganz ausschließen wollen, könnten eine Investition in Discount-Zertifikate auf die Aktie ins Auge fassen. Discount-Zertifikate ermöglichen den verbilligten Einstieg in die Aktie und reduzieren das Risiko des direkten Aktienkaufs. Andererseits ist das Renditepotenzial der Discount-Zertifikate im Gegensatz zum unlimitierten Gewinnpotenzial des Aktieninvestments begrenzt.

Die Funktionsweise

Wenn die Bayer-Aktie am Bewertungstag des Zertifikates auf oder oberhalb des Caps, der den höchsten Auszahlungsbetrag des Zertifikats definiert, notiert, dann wird das Discount-Zertifikat mit seinem Höchstbetrag von 50 Euro zurückbezahlt.

Die Eckdaten

Beim Morgan Stanley-Discount-Zertifikat (ISIN: DE000MC5AC49) auf die Bayer-Aktie befindet sich der Cap bei 50 Euro. Bewertungstag ist der 18. Juni 2021, am 25. Juni 2021 wird die Rückzahlung des Zertifikats stattfinden. Beim Bayer-Aktienkurs von 62,58 Euro konnten Anleger das Zertifikat mit 46,54 Euro kaufen. Das Zertifikat ist somit um 25,63 Prozent billiger als die Aktie zu bekommen.

Die Chancen

Da Anleger das Zertifikat derzeit mit 46,54 Euro erwerben können, ermöglicht es in den nächsten 13 Monaten einen Bruttoertrag von 7,43 Prozent (=7,01 Prozent pro Jahr), wenn der Aktienkurs am Bewertungstag oberhalb des Caps von 50 Euro notiert. Somit kann sich der Aktienkurs noch einen Kursrückgang von 20,10 Prozent erlauben, bevor die Maximalrendite dieses Zertifikates in Gefahr gerät.

Die Risiken

Notiert die Bayer-Aktie am Bewertungstag unterhalb des Caps von 50 Euro, dann wird das Zertifikat mit dem am Bewertungstag festgestellten Schlusskurs der Aktie zurückbezahlt. Notiert die Aktie an diesem Tag unterhalb des Kaufpreises des Zertifikates, also unterhalb von 46,54 Euro, dann wird das Zertifikate-Investment – vor Spesen – einen Verlust verursachen.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Bayer-Aktien oder von Anlageprodukten auf Bayer-Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Quelle: ntv.de, Walter Kozubek, Zertifikate-Report